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Einsatz in Wildeshausen Mann will nach Unfall nicht aus Auto aussteigen

Von Eyke Swarovsky | 14.07.2015, 18:22 Uhr

Zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz ist es in der Nacht zu Dienstag auf der A1 bei Wildeshausen gekommen. Ein Mann wollte nach einem Unfall partout nicht aus seinem Auto aussteigen.

Durch aufmerksame Zeugen wurde der Polizei am frühen Dienstagmorgen, gegen 1.45 Uhr, ein Auto gemeldet, dessen Fahrer unsicher fahren würde. Nur wenig später ereignete sich auf Höhe der Tank- und Rastanlage Wildeshausen an der A 1 in Richtung Bremen ein Verkehrsunfall unter Beteiligung des gesuchten Wagens.

Auto bleibt auf rechter Spur stehen

Der 31-jährige Fahrer aus dem Landkreis Cloppenburg verlor laut Polizeibericht auf Höhe der Rastanlage die Kontrolle über sein Auto und touchierte die Außenschutzplanke. Anschließend blieb sein Wagen auf dem rechten Fahrstreifen stehen. Zwei nachfolgende Sattelzüge konnten nur durch sofort eingeleitete Ausweichmanöver einen Zusammenstoß verhindern.

Fahrer weigert sich auszusteigen

Beim Eintreffen der Polizeibeamten saß der unverletzte 31-Jährige noch immer im Unfallwagen auf dem rechten Fahrstreifen. Trotz der dringenden Aufforderung den Wagen und somit auch den Gefahrenbereich zu verlassen, weigerte sich der 31-Jährige nach Angaben der Polizei, aus dem Fahrzeug auszusteigen und verriegelte es von innen. Nur durch das Einschlagen der Beifahrerscheibe des Autos konnte das Fahrzeug geöffnet und der weiterhin unkooperative sowie aggressive Fahrer aus dem Auto geholt werden. Hierfür musste durch die Polizeibeamten laut Mitteilung „einfache körperliche Gewalt angewandt werden“, wobei sich der Cloppenburger leicht an den Scherben der Beifahrerscheibe verletzte.

Mehrere Strafverfahren

Da der 31-Jährige deutliche Anzeichen einer Alkoholbeeinflussung aufwies, wurde eine Blutprobe entnommen. Während der gesamten Maßnahme verhielt sich der Fahrer weiterhin sehr aggressiv. Gegen den 31-Jährigen wurden Strafverfahren hinsichtlich Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Widerstands und Beleidigung eingeleitet und sein Führerschein beschlagnahmt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von rund 600 Euro.