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Einstimmige Entscheidung im Ausschuss Politik gibt grünes Licht für Rathauskauf in Ganderkesee

Von Thomas Deeken | 02.10.2015, 09:02 Uhr

Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen haben am Donnerstagabend einstimmig dem Kauf des Ganderkeseer Rathauses zugestimmt. Es soll rund 7,577 Millionen Euro kosten.

Einstimmig haben sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen für einen Kauf des Ganderkeseer Rathauses zum 31. Dezember dieses Jahres ausgesprochen. Der Kaufpreis beträgt 7,216 Millionen Euro zuzüglich Grunderwerbsteuer in Höhe von 360800 Euro – macht zusammen rund 7,577 Millionen Euro.

Neu verschulden, um sich früher zu entschulden

Die Finanzierung des Kaufs soll über eine zweite Nachtragshaushaltssatzung sichergestellt werden. Dazu Erster Gemeinderat Rainer Lange: „Es klingt zwar paradox. Aber wir müssen uns jetzt neu verschulden, um uns insgesamt früher zu entschulden.“ Und zwar um vier Jahre früher: 2025 statt 2029, wie es seitens der Verwaltung heißt.

Mietmodell mit Abstand am teuersten

Vor der Abstimmung hatte Matthias Meyer, Fachdienstleiter Finanzen und Personal, drei Varianten vorgestellt: das Sofortkauf-Modell, die Kaufoption 2021 mit Bausparen sowie die Mietvariante. Dabei wurde deutlich, dass der Gemeinde das Mietmodell bis zum Jahre 2056 mit Abstand am teuersten gekommen wäre. In der Berechnung standen am Ende unterm Strich mehr als 21,6 Millionen Euro. Die zweite Variante scheint laut Meyer auf den ersten Blick zwar am günstigsten (Modellrechnung: rund 7,18 Millionen Euro). Beim Bausparen könne es jedoch Risiken geben. Eine seriöse Einschätzung sei nicht möglich. Am Ende entschieden sich alle Ausschussmitglieder für die wirtschaftlichste Lösung.

Frage nach dem Ist-Zustand des Rathauses

Michael Sorg, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, wollte vor der Abstimmung zumindest noch über den Ist-Zustand des Hauses vor dem Kauf informiert sein. Lange wies darauf hin, dass zwar die Fenster noch einmal gestrichen werden müssten (rund 48000) Euro und dass es wegen des Alters der Heizung auch Probleme geben könnte. Er rechne in den nächsten Jahren aber nicht mit erheblichen Problemen.