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Einweihung mit Förderern und Partnern Neuer Verkehrsübungsplatz für Katenkamp-Schule in Ganderkesee

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 28.10.2017, 11:26 Uhr

An der Katenkamp-Schule der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg ist am Freitag der neue Verkehrsübungsplatz eingeweiht worden. Dort sollen die sechs bis 19 Jahre alten Schüler lernen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält.

Als „einzigartig in Niedersachsen vor dem Hintergrund der Inklusion“ hat Peter Wildbredt, Geschäftsführer der Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg, den neuen Verkehrsübungsplatz an der Katenkamp-Schule in Ganderkesee bezeichnet. Als Planer des Projektes war er am Freitag ebenso zur Einweihung des Platzes gekommen wie viele Partner, Förderer und „Projekt-Erfinder“ Erwin Drefs von der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg. Bürgermeisterin und Schirmherrin Alice Gerken schnitt das Absperrband durch und gab den Übungsplatz frei, worauf einige der behinderten Kinder und Jugendlichen nur gewartet hatten, um den Parcours zu testen.

Dank an alle Förderer und Partner

Dr. Edith Aschenbrenner, Pädagogische Leiterin bei der Lebenshilfe, hatte zunächst zahlreichen Förderern gedankt, die das 25.000 Euro teure Projekt mit Geld, Sachspenden und Arbeitsleistung unterstützt hatten. Einige von ihnen haben sich auf dem Platz auch durch Straßenschilder wie Starofitstraße, Volksbank-Kreisel und Atlasstraße verewigt.

Wichtigste Verkehrszeichen und richtige Ampeln

Die 62 Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 19 Jahren, die die Schule der Lebenshilfe an der Pestalozzistraße besuchen, sollen lernen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält. Dafür hat Wildbredt gemeinsam mit Michael Kleinert von der Gemeinde und anderen Experten einen kleinen Platz mit den wichtigsten Verkehrszeichen, mit richtigen Ampeln und verschiedenen Straßenuntergründen entwickelt. In einer rund eineinhalbjährigen Bauphase sind so ein Grantweg, eine Asphaltstraße und ein Schotter-Kreisel entstanden – großenteils ebenerdig, teilweise aber auch leicht erhöht. Die Sechs- bis 19-Jährigen sollen nicht nur sehen, sondern auch hören, dass sie sich auf unterschiedlichen Belägen bewegen. Das bedeutet auch, dass sie sich mit ihren Rollstühlen, Rollatoren, Dinocars, Lauf-,Drei- und Fahrrädern auf den jeweiligen Untergrund – mal fest, mal rutschig, mal locker – einstellen müssen.

Zusammenarbeit mit Fahrschule und Grundschule

Nach Angaben von Schulleiterin Anne Fischer können die Schüler den Parcours zwar jetzt schon testen. Voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres soll es aber zusätzlich noch einen Extraunterricht in Projektform geben. Dafür soll auch noch eine Fahrschule mit ins Boot genommen werden. Außerdem plant die Schulleitung gemeinsame Übungsaktionen mit dem Kooperationspartner Grundschule Dürerstraße.