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Einzelhandel in Harpstedt Netto macht in Harpstedt Weg frei für Inkoop-Pläne

Von Reiner Haase | 02.04.2019, 10:32 Uhr

Harpstedt Netto will seinen Markt in die Harpstedter Ortsmitte verlegen. Das beflügelt die Neubaupläne für Inkoop und Aldi.

In Harpstedt ist die Wahrscheinlichkeit eines Karussells der Einkaufsstätten seit der Sitzung des Fleckenrats in der vergangenen Woche erheblich gestiegen. Die Kommunalpolitiker haben jetzt mit einstimmigem Beschluss das Bauleitplanverfahren für den von Inkoop und Aldi gewünschten Neubau an der Wildeshauser Straße angeschoben.

Angst vor Leerstand ausgeräumt

Zweifel am Neubauprojekt wurden von einer Nachricht aus dem Hause Netto ausgeräumt: Der „Marken-Discounter“ ist bereit, aus der örtlichen Randlage an der Ecke Amtsfreiheit/Delmenhorster Straße an den Junkernkamp umzuziehen, wenn der Vollsortimenter Inkoop und der Discounter Aldi ihre Läden mitten im Ort freimachen. Das Nein einiger Mitglieder des Fleckenrats zu den Inkoop/Aldi-Plänen beruhte bisher auf der Befürchtung, dass die Ortsmitte mit Angeboten für den alltäglichen Gebrauch unterversorgt ist, wenn der Standort Junkernkamp verwaist.

Mehr Platz und Vielfalt

Inkoop will mit dem Neubau an der Wildeshauser Straße nach den Worten des Geschäftsführers Bernd Oetken „up to date“ bleiben und ein in einigen Bereichen erweitertes Sortiment anbieten. 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche sind das Ziel und für Aldi 1050 Quadratmeter. Ein Blumenladen, eine Bäckerei, eine Postagentur und ein Zeitschriften- und Tabakwarenhandel sollen mit unters Dach geholt werden. Große Schaufensterglasflächen sollen viel Licht in den Neubau lassen, Naturmaterialien und warme Farbtöne sollen die Kundschaft einladen.

Kaufkraft in Harpstedt behalten

Für den angepeilten Sprung in die Zukunft hat sich Inkoop eine etwa 1,6 Hektar große Fläche nahe dem Harpstedter Ortsausgang gesichert, ein laut Oetken gut geeigneter Standort für die Versorgung der ganzen Samtgemeinde. In den Blick genommen sind auch jene potenziellen Kunden, die ihre Einkäufe bisher in Wildeshausen erledigen. Das Binden der Kaufkraft in Harpstedt ist auch für Kommunalpolitiker ein triftiges Argument. Der Bauantrag kann aber erst gestellt werden, wenn der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan genehmigt ist.