Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Einzelhandelskonzept Ganderkesee Verträgt Ganderkesee weiteres Gewerbe?

Von Thorsten Konkel | 08.05.2015, 22:23 Uhr

Ganderkesees Einzelhandelskonzept ist in die Jahre gekommen. Mit seiner Erneuerung befasste sich am Donnerstag der Wirtschaftsausschuss.

Verträgt Ganderkesee noch weitere zentrumsrelevante Einzelhandelsflächen? Wo sonst im Gemeindegebiet kämen überhaupt noch Nahversorger infrage und mit welchem Sortiment? Ganderkesees jüngstes Einzelhandelskonzept von 2010 ist in die Jahre gekommen. Seine Zahlen aus den Jahren 2007/08 sind längst nicht mehr belastbar.

CDU will neue Zahlen

Die CDU-Fraktion hatte deshalb beantragt, dass das Konzept umgehend überarbeitet werden soll. Die Diskussion um den Wert der Daten stieß der CDU-Fraktionsvorsitzende Dietmar Mietrach in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Donnerstagabend an. „Mit alten Daten können wir nicht planen“, betonte Mietrach. Dies auch nicht an der Peripherie: „Wie steht es um einen Nahversorger in Elmeloh?“, fragte er. In dem Ortsteil habe sich die Wohnbebauung betreffend viel getan.

IHK-Expertin soll berichten

Um sich nochmals Ziele, Nutzen und Bedeutung des Einzelhandelskonzepts – insbesondere für das Baurecht – zu vergegenwärtigen, soll IHK-Geschäftsführerin Carola Havekost nun in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses Rede und Antwort stehen. Havekost hat schon am Konzept von 2010 mitgewirkt.

Ist die Steuerungslösung selbst überholt?

Auch sonst steht das Konzept auf dem Prüfstand: Fraglich ist seine Bedeutung für Investoren: „Wir stellen fest, dass Unternehmen, mit denen wir in Kontakt stehen, immer häufiger eigene Informationssysteme haben und sich auf ihre Daten verlassen“, berichtete Wirtschaftsförderin Christa Linnemann. Auch angesichts des Baus der beiden großen innerörtlichen Märktezentren, mit Famila sowie Aldi/Inkoop, sind die Karten neu gemischt worden. Dafür sorgt auch das am Donnerstagabend im Ausschuss besiegelte Aus für einen Nahversorger im Südteil des Ortskerns. Hier soll ein Gesundheitszentrum den Leerstand des alten Aldis füllen (dk berichtete).

Mietrach fordert bessere Abstimmung

Für Mietrach ist klar: „Das Konzept muss dringend erneuert werden.“ Auch solle die Abstimmung zwischen den Kommunen verbessert werden. Mietrach: „Hude lässt sein Konzept ebenfalls aktualisieren, doch wie steht es andernorts darum?“