Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Elfte „HaFa PLATTform“ Plattdeutsch verbindet in Falkenburg Generationen

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 12.03.2017, 17:31 Uhr

„Platt muss nicht verstaubt sein“, hatte Plattdeutschbeauftragte Angela Hillen im Vorfeld versprochen: Die elfte „HaFa PLATTform“ wurde mit Spielwitz und Humor der Ankündigung gerecht.

Mit einer Spielshow, Lesevorträgen und einer Talkrunde hat die „HaFa PLATTform“ am Samstagabend im Falkenburger Schützenheim die plattdeutsche Sprache in ein modernes Unterhaltungskonzept gesteckt. Die Plattdeutsche Theatergruppe Falkenburg schaffte es erneut, mit frischen Ideen ein generationenübergreifendes Publikum anzusprechen.

„Platt gibt Menschen Wurzeln“, sagte Angela Hillen. Die „Beopdragte för de plattdüütsche Spraak“ des Landkreises Oldenburg führte das Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Falkenburger Schützenheim durch den Abend. Neele Gillerke, Marvin Maurer und Till Dobe leiteten den Abend mit humorvollen Texten ein. Das daruffolgende Programm zeigte aber, dass es keines geschriebenen Satiretextes oder Komödiendrehbuchs bedarf, um einem Publikum einen humorvollen Abend op Platt zu bieten. Beim Programm der „HaFa PLATTform“ entwickelte der Humor eine Art Eigendynamik, auch weil das Publikum sich auf den Spaß einließ und die teilnehmenden Gäste das Ihre dazu beitrugen.

„Man muss nicht immer nur Theater spielen“

Beim „Mondagsmolen“ mussten Kandidaten einzelner Bezirke aus Habbrügge und Falkenburg gegeneinander antreten. Moderator Ralf Meyer brachte als Frank Elstner die Teilnehmer mit kniffligen Begriffen in Schwitzen, „und dann noch op platt, das darf man nicht vergessen“, merkte Angela Hillen an. Der ein oder andere verfiel an dem Abend schnell wieder ins Hochdeutsche und musste daran erinnert werden, Platt zu sprechen. Dazu sagte Angela Hillen aber: „Es geht nicht nur um die Sprache, sondern auch ums Programm.“

Am Ende des Programms stellten sich die drei „Jongunnernehmer“ Thomas Mansholt, Fred Meyer und Jürgen Fischer den Fragen des Publikums. In der nicht ganz ernst gemeinten Talkrunde ging es um Themen wie karierte Hemden im Trend oder Socken im Bett. „Man muss nicht immer nur Theater spielen“, sagte Hillen, „dann kommen auch junge Leute.“