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Entwicklung des ländlichen Raums Leader-Fördergeld stärkt den Landkreis Oldenburg

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 05.04.2017, 20:19 Uhr

Leader-Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums kommen im Landkreis Oldenburg in Schwung. Bis 2020 können 2,8 Millionen Euro Fördergeld bewilligt werden.

2,8 Millionen Euro können in der aktuellen Förderperiode des Leader-Programms der Europäischen Union zur Stärkung von Aktionen im ländlichen Raum bis 2020 in die Wildeshauser Geest fließen, und der Katalog der förderfähigen Projekte füllt sich mit Inhalten. „Vier Projekte hat uns das Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg schon bewilligt. Die Unterlage für vier weitere Projekte liegen den Oldenburgern zur Genehmigung vor“, berichtet Norbert Hamann, der die Arbeit der lokalen Leader-Aktionsgruppe vom Kreishaus aus koordiniert.

RUZ-Projekt „der Leuchtturm“

„Unser Leuchtturm ist zurzeit das Projekt ,Wertschätze regionale Lebensmittel‘“, sagt Hamann. Das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Hollen will damit Kinder, Eltern und Kindergartenpersonal vom Wert heimischer Erzeugnisse für die Ernährung überzeugen. Schwerpunkte der Bildungsarbeit sollen Streuobstwiesen und die Kennzeichnung von Lebensmitteln sein. RUZ-Mitarbeiterin Katja Wessolowski feile zurzeit an der Endfassung des Konzepts, berichtet Hamann. Über Leader sind 14000 Euro Zuschuss bewilligt. An der Finanzierung beteiligen sich außerdem der Landkreis Oldenburg, das Jobcenter und das RUZ Hollen.

Steinkauz-Quartiere erhalten

Bewilligt sind auch schon Zuschüsse für die Herrichtung von fünf alten Feldscheunen als Quartier für den selten gewordenen Steinkauz, fürs Ausarbeiten eines Konzepts für ein urgeschichtliches Zentrum im bald frei werdenden alten Feuerwehrhaus in Wildeshausen und für ein Flugplatzmuseum am ehemaligen Fliegerhorst in Ahlhorn.

Stedingsehre-Antrag bald beschlussreif

Mit Leader-Hilfe soll auch das Informations- und Dokumentationszentrum Stedingsehre in Bookholzberg in Schwung kommen. „Darüber haben wir erst gestern mit dem Vorsitzenden Dietmar Mietrach gesprochen. Der Antrag wird wohl nach der Sommerpause beschlussreif“, berichtet Hamann. Das gilt auch für Veränderungen im Huder Klosterbereich mit neuen Parkplätzen und Umbauarbeiten am Klostermuseum., das künftig der Eingang zum Ruinengelände sein soll. Hamann weiß auch von den Plänen der Klosterfreunde, das historische Areal mit Ausstrahlung weit über die Region hinaus aufzuwerten. „Das Projekt ist für uns und die Untere Denkmalbehörde im Kreishaus eine Nummer zu groß. Dafür müssen das Land und die Obere Denkmalbehörde ins Boot geholt werden“, stellt Hamann fest. „Vielleicht ist der anstehende Landtagswahlkampf eine Gelegenheit, etwas in Bewegung zu setzen“, ergänzt er.