Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Erfolgreiches Projekt im RUZ Hollen Organisatoren wünschen sich weitere Sprachlerncamps

Von Thomas Deeken | 24.10.2015, 17:31 Uhr

Ein überaus positives Fazit haben am Samstag die Organisatoren des Feriensprachcamps im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen gezogen. 29 Kinder aus acht Nationen waren seit Montag täglich zum Spielen und Lernen der deutschen Sprache zusammengekommen. Kommentar von RUZ-Vorstandsmitglied Martin Brinkmann, der sich unter anderem über die friedliche Stimmung bei den Mädchen und Jungen freute: „Diese Kinder sind uns allen ein Vorbild.“

 

Auch Dörte Lohrenz, Leiterin der Grundschule Bookholzberg, bei der bei diesem Camp die Fäden zusammenliefen, war am Ende begeistert: „Wir haben es geschafft, ein Netzwerk für ein erfolgreiches Projekt aufzubauen, und viele Schultern gefunden, die das tragen“, sagte sie. Bei dieser einwöchigen Veranstaltung handele es sich keineswegs um ein isoliertes Projekt. Vielmehr gehe es jetzt darum, in den Schulen weiterzumachen – nicht nur in Bookholzberg, sondern in allen Grundschulen der Gemeinde. Gemeinsam mit ihren Schulleiterkollegen wünsche sie sich darüber hinaus weitere Projekte in dieser Form in allen Ferien. Dabei wäre beispielsweise ein Camp unter dem Motto „Sprache und Bewegung“ im Sommer ganz besonders toll.

„Viele Kinder sind sehr mutig geworden“

 Betreut und gefördert wurden die Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und elf Jahren von einem großen Team , zu dem unter anderem Bildungswissenschaftlerin Bettina Schirdewahn, die sonst an der Bookholzberger Grundschule tätig ist, Studenten sowie ehemalige Lehrerinnen und Erzieherinnen gehörten. Die Wissenschaftlerin lobte vor allem das Zusammenspiel im Team, die „supergute Vorbereitung“, das soziale Miteinander bei den Kindern und dass „viele sehr mutig geworden sind“. Und Etienne Sandau, Lehramtsstudent in Vechta, ergänzte: „Wir haben eine große Entwicklung beim Erlernen der Sprache gesehen. Anfangs völlig unbekannte Lieder konnten am Ende alle auswendig.“

Gesang und Tanz mit strahlenden Gesichtern

Was die Kinder aus Ländern wie Syrien, Albanien und Bulgarien alles gelernt hatten, stellten sie am Samstag während eines Abschlussfestes ihren Eltern, Geschwistern, Schulleitern und Mitgliedern der Ganderkeseer Ratsfraktionen vor. Sie sangen unter der musikalischen Leitung der ehemaligen Lehrerin Christa Bestenbostel das Guten-Morgen- und das Apfelkuchen-Lied sowie „Hip Hop Schule ist top“ und tanzten mit strahlenden Gesichtern. Anschließend sagte jedes Kind eine Kleinigkeit auf Deutsch – Sätze wie „Wir haben einen Schatz gefunden“, „Wir haben Waffeln gebacken“ und „Wir haben Kartoffeln gesucht“.

Einig waren sich am Ende Walid und Lelas aus Syrien, beide zehn Jahre alt, die siebenjährige Irona aus dem Kosovo und der ebenfalls sieben Jahre alte Yuan aus Bulgarien, was in dieser Woche besonders gut war: das Spiel „Eier, Butter, Käse“, das Apfelsaft-Pressen und die Schatzsuche.

 Mehr lesen Sie hier.