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Ermittlungen laufen Polizei vernimmt Jugendliche nach Großfeuer in Wildeshausen

Von Reiner Haase | 24.07.2015, 20:56 Uhr

Explosionen am Wildeshauser Bahnhof: Eine große Lagerhalle ist am Freitagabend niedergebrannt. Die Polizei hat erste Zeugen vernommen.

Nach dem Großbrand einer 90 mal 15 Meter großen Lagerhalle am Bahnhof in Wildeshausen geht die Suche nach der Brandursache weiter. Mehrere Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren, die von der Polizei bei der Entdeckung des Brandes angetroffen wurden, haben die Beamten noch am Freitagabend vernommen. Das meldete die Polizei noch in der Nacht auf Samstag. Offiziell nicht bestätigten Informationen zufolge, die am Freitagabend am Brandort kursierten, sollen kurz vor dem Brand steinewerfende Jugendliche auf dem Hallendach beobachtet worden sein.

130 Feuerwehrleute im Einsatz

130 Feuerwehrleute aus Wildeshausen, Düngstrup und Ahlhorn eilten am Freitagabend kurz nach 18 Uhr zur Brandstelle. Auch der Einsatzleitwagen und der Atemschutz-Gerätewagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee wurden alarmiert; wenig später wurden Einsatzkräfte aus Harpstedt nachgeordert. Sie brachten die Flammen erst gegen 20 Uhr unter Kontrolle, konnten aber das Niederbrennen der hölzernen Halle samt bislang unbekannten Inhalts nicht verhindern. Die Schadenshöhe ist dementsprechend noch unbekannt. Bekannt ist bislang, dass der massive Wassereinsatz nicht verhindern konnte, dass die Solaranlage auf dem Dach der Lagerhalle sowie der Prunkwagen des Wildeshauser Karnevalsvereins, ein Auto und Buden, die Wildeshauser Wirtsleute für den letzten Weihnachtsmarkt gezimmert hatten, in den Flammen zu Schutt und Asche wurden. Für die Nachlöscharbeiten räumte ein Bagger ganze Gebäudeteile beiseite.

Bahnverkehr ruhte

Wegen der starken Rauchentwicklung musste der Bahnverkehr auf der Strecke Delmenhorst-Vechta für etwa zwei Stunden gesperrt werden. Vorsorglich wurden die Bewohner eines nahe gelegenes Wohnhauses evakuiert.