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Ernährung und Klimaschutz Klimaschutztag in Ganderkeseer und Dötlinger Kitas

Von Britta Buntemeyer | 04.03.2015, 16:33 Uhr

Der erste offizielle Aktionstag zum Thema Klimaschutz und Ernährung findet am 17. April in allen Kindertagesstätten in Ganderkesee und Dötlingen statt. Das RUZ Hollen ist als Partner mit dabei.

Piratenspieße mit Obststücken, Pizzasmileys mit Möhren und Spinat, Gemüsewaffeln oder Prinzessinensuppe mit Roter Bete – wenn es darum geht, Kindern das Thema Ernährung näherzubringen, ist Kreativität gefragt. Das RUZ Hollen hat am Mittwoch rund 25 pädagogischen Fachkräften aus den Kindertagesstätten der Gemeinden Ganderkesee und Dötlingen tatkräftig unter die Arme gegriffen. Denn am Freitag, 17. April, findet erstmals ein gemeinsamer Klimaschutz-Aktionstag in allen Kitas der beiden Gemeinden statt.

Dabei geht es um die Frage „Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun?“ Der Schwerpunkt liegt auf einer klimaverträglichen, gesunden Ernährung, die unter anderem mit pflanzlichen und gering verarbeiteten Lebensmitteln, einer Vermeidung von Essensabfällen und der Verwendung von regionalen sowie saisonalen Lebensmitteln einhergeht. „Je mehr Verarbeitungsschritte ein Lebensmittel bis zum Verkauf durchläuft, desto mehr Energie benötigt es“, weiß Ökotrophologin Claudia Kay vom RUZ. Tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch verursachten besonderes viele Treibhausgase. Bei der Fortbildung, an der je ein Vertreter pro Einrichtung teilnahm, gab das RUZ Angebote für Krippen, Kindergärten und Horte an die Hand. Alle 19 Einrichtungen aus der Gemeinde Ganderkesee und die vier aus der Gemeinde Dötlingen sind dabei.

„Jeder Deutsche stößt im Jahr durchschnittlich zehn Tonnen Kohlendioxid aus, wovon etwa zwei Tonnen nur auf die Ernährung entfallen“, erklärt Lars Gremlowski, Klimaschutzmanager von Ganderkesee und Dötlingen, der das RUZ Hollen als umweltpädagogischen Partner gewonnen hat. Der Klimawandel könne daher auch „klein gekocht“ werden. 2012 gab es in der Gemeinde Ganderkesee den Aktionstag „Ein Tag ohne Strom“ in den Kitas. „Da das RUZ auch Energiesparprojekte macht, war das ein guter Anlass, noch einen draufzusetzen“, so Gremlowski. Im Gespräch mit den Kitas stellte sich das Thema Ernährung als Wunsch für einen größeren Aktionstag heraus. „So ein Tag ist eine gute Möglichkeit, um Kinder an ein bestimmtes Thema heranzuführen“, meint der Klimaschutzmanager.

Möhren, Rote Bete, Kohlarten – um Kinder für solche Lebensmittel zu begeistern, ist Einfallsreichtum gefragt. „Man muss kreativ sein, damit diese Lebensmittel auch für Kinder interessant sind“, sagt RUZ-Geschäftsführerin Marina Becker-Kückens. Und so werden Gemüse und Co. eben „schön verpackt“ als Piratenspieße oder farbige Suppen angeboten. Weitere Ideen sind etwa eine Getränkebar, an der die Kleinen mit verbundenen Augen Saft schmecken können, ein Saisonkalender oder eine Brotstation, an der Körner selbst gemahlen werden können.

Gremlowski hofft, mit Themen wie Mobilität Energie und Konsum die Aktionstage fortzusetzen.