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Erschließungsarbeiten in Ganderkesee Erste Häuser südlich Oldenburger Straße sind schon im Bau

Von Thomas Deeken | 01.10.2018, 18:22 Uhr

Der Betrieb im neuen Baugebiet südlich der Oldenburger Straße in Ganderkesee läuft auf vollen Touren: Zwar liegt das Hauptaugenmerk noch auf den Erschließungsarbeiten. Trotzdem befinden sich schon ein paar Häuser im südlichen Teil im Bau.

Im neuen Baugebiet südlich der Oldenburger Straße gegenüber dem Gewerbegebiet Bookhorn entstehen zwar schon die ersten Häuser im südlichen Bereich Richtung Bogenweg. Das Hauptaugenmerk liegt aber derzeit immer noch auf den Erschließungsarbeiten, sagt Torben Schüttke, Geschäftsführer des Unternehmens Schüttke-Haus-Bau in Bookholzberg – Telefon, Strom, Wasser, Gas, Straßenbeleuchtung und im östlichen Teil Schmutz- und Regenwasserkanal. Wer darauf hofft, in diesem neuen Wohngebiet in Ganderkeseer Ortsnähe noch ein Grundstück kaufen zu können, ist allerdings zu spät dran. Nach Angaben Schüttkes sind alle Flächen für Häuslebauer schon seit Monaten weg.

Ehemaliges Hofgebäude wird noch abgerissen

Die Häuser, die derzeit schon an der Grenze zum geschützten Landschaftsbereich entstehen, werden für diejenigen gebaut, die jetzt noch in dem ehemaligen Hofgebäude wohnen, das im westlichen Bereich steht und von der Oldenburger Straße aus gut erkennbar ist. Dieses Gebäude soll weiteren neuen Häusern weichen. Außerdem wird auf einem Teil des dortigen Grundstücks der neue Kindergarten entstehen.

Kita-Neubau soll noch in diesem Jahr beginnen

Mit dem Kita-Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden, heißt es seitens der Gemeindeverwaltung. Da geht es laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn um eine schnellere Holzrahmenbauweise gegenüber der herkömmlichen Bauart – ähnlich wie im Baugebiet Bargup in Boookholzberg. Der Unterschied: In Ganderkesee wird der Kindergarten größer: Dort soll später Platz für fünf Gruppen sein, in der Kita Bargup geht es um vier Gruppen. Schüttke zufolge könnten die Neubau-Arbeiten schon jetzt beginnen. Der ehemalige Bauernhof müsse dafür noch nicht abgerissen werden.

Noch Gespräche über Sozialwohnungen

Ganz rund läuft das gesamte Bauprojekt allerdings noch nicht: Nicht nur, dass Schüttke eigenen Angaben zufolge wegen der großen Hitze im Sommer ein bis zwei Wochen Zeit verloren hat, weil bei den topischen Temperaturen nicht gearbeitet werden konnte. Es sei auch nicht ganz einfach, die Flächen zu verkaufen, auf denen laut Vertrag sozialer Wohnungsbau geplant ist. Zwei von vier Flächen für Mehrfamilienhäuser seien zwar reserviert, aber noch längst nicht verkauft. Es werde noch verhandelt. Dagegen gebe es für die beiden anderen Grundstücke noch keine Interessenten, informiert Schüttke: „Investoren haben dafür sehr hohe Auflagen. Und die müssen erst mal erfüllt werden.“ Dazu erklärt die Verwaltung auf dk-Nachfrage: „Die Gemeinde wird sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass dort öffentlich geförderter Wohnraum geschaffen wird. Dies ist auch Wunsch aller im Rat vertretenen Parteien.“

Geschützte Bereiche

Völlig zugebaut wird die Fläche im Bebauungsplan 245im Übrigen nicht. Rund fünfeinhalb Hektar in dem etwa 15 Hektar großen Gebiet können nach Angaben Meyers nicht bebaut werden, weil es sich unter anderem um einen geschützten Landschaftsbestandteil mit artenreichem Feuchtgrünland handelt. Im Eingangsbereich an der Kreuzung Oldenburger Straße bleiben ebenfalls grüne Flächen erhalten. Und im südwestlichen Teil existiert ein geschütztes Biotop.