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Erweiterungsbau des Gymnasiums Ganderkeseer Schüler sollen sich willkommen fühlen

Von Thomas Deeken | 05.10.2015, 21:34 Uhr

„Wir wollen nicht die modernste Architektur. Wir möchten vielmehr, dass sich alle Schüler in dem neuen Gebäude willkommen fühlen.“ Das hat Dr. Renate Richter, Leiterin des Gymnasiums Ganderkesee, am Montag gegenüber dem dk zum Erweiterungsbau betont, der gerade auf dem Schulgelände entsteht, betont. Sie freue sich darüber, „dass derzeit viel passiert“. Allerdings müssten noch ein paar Fragen geklärt werden.

Bei den Fragen gehe es vor allem um den Aufenthaltsraum , über den sich die älteren Schüler – wie im dk berichtet – bereits konkret Gedanken gemacht und Vorschläge an den Landkreis weitergegeben hatten. Sie hätten laut Schulleiterin lieber eine andere Terrassen-Anordnung als im derzeitigen Plan vorgesehen. Außerdem wünschten sie sich in puncto Verschattung selbst verdunkelnde Fenster, „eine coole Technik“, wie sie sagten. Richter möchte nun herausfinden, welche Mehrkosten entstehen würden, und möglicherweise eine alternative Finanzierungsmöglichkeit suchen. Erster Ansprechpartner sei der Freundeskreis des Gymnasiums.

Geklärt sei dagegen, dass sich der Landkreis inzwischen auf eine, was Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz betrifft, „präventiv geprüfte Belüftung “ festgelegt habe, informierte die Schulleiterin. Und beim Thema Fenster sei es mittlerweile zu einem guten Kompromiss gekommen. Später sollen drei mittelgroße Fenster pro Klassenraum geöffnet werden können, sodass zwischendurch auch mal die Belüftung abgeschaltet werden könne, deren Geräusch eventuell bei Klausuren stören könnte.

Ganz interessiert am Bauprojekt scheinen derzeit vor allem die jüngeren Schüler zu sein. Sie stünden häufig am Zaun, um den Bauarbeitern zuzuschauen, so Richter. Sie bedauerten allerdings, dass es derzeit keinen Hartplatz mehr gebe, auf dem sie Fußball spielen könnten. Der werde für den Bau und als Ablagefläche für das Baumaterial benötigt. Baulärm hätten die Schüler bislang nicht registriert.

Die Schulleiterin betonte, dass Lehrer, Schüler und Eltern immer gerne bereit seien, gemeinsam Gespräche über den Erweiterungsbau zu führen. „Denn wir wollen nicht irgendeinen Bau, sondern einen guten Bau“, erklärte Richter, die sich über eine offizielle Grundsteinlegung oder ein Richtfest freuen würde. „Wir sind bereit, gemeinsam nach vorne zu schauen, um für die Schüler gute Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Bis zu den Herbstferien 2016 sollen auf drei Etagen 17 allgemeine Unterrichtsräume, sieben Gruppenräume zum Arbeiten, zwei große PC-Räume, eine PC-Werkstatt sowie ein Lagerraum, ein Multifunktionsraum und Toiletten entstehen. Dazu kommt ein Schüleraufenthaltsraum „zum Arbeiten und Chillen“. Laut Ludger Krone, zuständiger Bauplaner beim Landkreis Oldenburg, soll das Projekt rund 4,25 Millionen Euro kosten.

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