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Evangelisch Christen wählen Ganderkeseer Pastoren hoffen auf hohe Wahlbeteiligung

Von Bettina Dogs-Prößler | 25.01.2018, 09:45 Uhr

Am 11. März wird in der evangelisch--lutherischen Kirchengemeinde Ganderkesee ein neuer Kirchengemeinderat gewählt. Auf der Liste werden etliche Neulinge stehen.

Insgesamt stehen 22 Kandidaten zur Wahl, 14 werden als stimmberechtigte Mitglieder in das Gremium einziehen.

In den fünf Ganderkeseer Pfarrbezirken laufen derzeit die Vorbereitungen für die turnusgemäß anstehende Wahl. Nach dem Gottesdienst am Sonntag, 11. März, können evangelisch-lutherische Kirchenmitglieder in Ganderkesee, Bookholzberg und Stenum ihre Vertreter bestimmen, die in den kommenden sechs Jahren über die Entwicklung der Kirchengemeinde entscheiden werden.

„Dieses Mal werden wir einen Umbruch erleben“, sagt Susanne Bruns, geschäftsführende Pastorin und Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.

Etliche neue Bewerber treten diesmal an

Etliche neue Namen stünden auf der Liste. „Es gibt viele, die jetzt nach zwei, drei Amtsperioden aufhören“, so Bruns. Dementsprechend werde es viele Neulinge geben. Für die drei Pfarrbezirke in Ganderkesee müssen acht Sitze im Rat neu besetzt werden, für die beiden Pfarrbezirke Bookholzberg und Stenum jeweils drei. Insgesamt stehen 22 Kandidaten auf der Liste. Wer es davon nicht ins Gremium schaffen wird, bleibt dem Gemeindekirchenrat zumindest als beratendes Mitglied erhalten. Bruns: „Sie haben zwar kein Stimmrecht im Gemeindekirchenrat, können aber in den Bezirksausschüssen in ihren Gemeinden vor Ort aktiv mitgestalten und auch mitabstimmen.“

Laien erhalten Mitspracherecht

Über den Gemeindekirchenrat haben auch Laien ein umfassendes Mitspracherecht und können die Entwicklung ihrer Kirchengemeinde grundlegend mitbestimmen. Dabei geht es um theologische Fragen ebenso wie um finanzielle, personelle oder verwaltungstechnische Angelegenheiten. So wird sich das neugewählte Gremium im Mai dieses Jahres etwa mit der Frage einer Nachfolge von Pastor Eckhard Dreyer im Pfarrbezirk Stenum beschäftigen müssen. Die Wahlkarten für die rund 12000 Wahlberechtigten werden laut Bruns Anfang Februar verschickt. Die Unterlagen können auch in den jeweiligen Kirchenbüros abgeholt werden.

Wahlalter auf 14 Jahre abgesengt

Seit 2018 können erstmals auch Gemeindemitglieder ab 14 Jahren ihren Stimmzettel abgeben; zuvor betrug das Mindestalter für Wähler 18 Jahre. Die Kandidaten werden im nächsten Gemeindebrief vorgestellt.

Bruns hofft auf eine Wahlbeteiligung von zehn bis zwölf Prozent: „Wenn wir die erreichen, wäre das gut.“