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Falschparker in Hude Für Falschparker wächst in Hude Knöllchengefahr

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 20.04.2018, 19:25 Uhr

Falsch geparkte Autos werden in Hude zunehmend zum Problem. Die Gemeinde schickt jetzt Silvia Schubert als Mitarbeiterin mit Knöllchendrucker auf Tour.

Schilder weisen deutlich darauf hin, dass der Bahnhofsvorplatz in Hude freitags dem Wochenmarkt reserviert ist. Und dennoch: Immer wieder freitags ärgert sich Marktmeisterin Silvia Schubert, dass parkende Autos Stellflächen der Beschicker blockieren. „Es gibt sogar Autofahrer, die den Wagen während des Aufbaus noch zwischen die Wagen stellen“, hat sie beobachtet. Das ist einer der Gründe, warum die Gemeinde die Zügel bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs straffer anzieht: Fachbereichsleiterin Ramona Dahms schickt ihre Mitarbeiterin künftig für sechs Stunden in der Woche hinaus auf die Straßen.

Smartphone und Drucker

Schubert ist in dunkelblauer Kleidung als Mitarbeiterin der Gemeinde zu erkennen und hat einen Dienstausweis dabei. Ausgestattet ist sie mit einem Smartphone, mit dem sie Verstöße gegen die Parkordnung dokumentieren und die Daten direkt ins Computersystem der Gemeinde übermitteln kann. Über Bluetooth ist das Smartphone außerdem mit dem mobilen Drucker verbunden, mit dem die „Überwacherin des ruhenden Verkehrs“, so ihr offizieller Titel, ein Knöllchen ausdrucken kann.

Brennpunkte in der Ortsmitte

Laut Fachbereichsleiterin Dahms hört die Gemeinde immer häufiger Klagen über rücksichts- oder gedankenlos abgestellte Autos, die Staus verursachen, Behindertenparkplätze oder gar Rettungswege blockieren. Zu den Klägern gehören auch die Seniorenvertretung und der Behindertenbeirat. „Der Bahnhofsvorplatz, die Parkstraße und die Hohe Straße sind Brennpunkte. Es gibt in unserer Gemeinde aber auch viele andere Bereiche“, so Dahms. Zum Beispiel werde häufig nicht beachtet, dass in verkehrsberuhigten Bereichen nur auf besonders markierte Flächen geparkt werden darf. Auch dorthin sollen Schuberts Kontrollgänge gelegentlich führen.