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Familientag auf Biohof Bakenhus Kinder genießen Pommes Marke Eigenbau in Großenkneten

Von Dirk Hamm | 04.09.2017, 09:20 Uhr

Aus biologisch angebauten Kartoffeln selbst gemacht schmecken die Pommes frites gleich doppelt so gut. Diese Erfahrung haben am Sonntag die kleinen Besucher auf dem Biohof Bakenhus am Bakenhuser Esch in Großenkneten gemacht.

Auf dem Hof wurde das schon traditionelle Familienfest „Pommes McSelf“ gefeiert, die Veranstalter konnten sich über einen regen Besucherzuspruch freuen. Vor allem die Kinder hatten ihren Spaß bei der Suche nach der dicksten Knolle.

Lange Schlange an der Fritteuse

Denn die Besucher durften eigenhändig Kartoffeln auf dem Acker ausbuddeln, sie waschen, schälen und mit der Presse zu rohen Pommesstäbchen verarbeiten. An der Fritteuse bildete sich eine lange Schlange, aber das Warten auf die fertigen Pommes lohnte sich.

Einblicke in die Landwirtschaft

Auch sonst hatte der Familientag einiges zu bieten. Die Kinder konnten sich auf der Strohburg austoben, einen kleinen Ausritt auf dem Pony unternehmen oder beim Quiz Fragen zum Lebensraum der Tiere beantworten. Der Hofladen der Biofleischerei hatte geöffnet, und Führungen vermittelten interessante Einblicke in die Landwirtschaft.

Wasserwerk ein Steinwurf entfernt

Der Hof, auf dem das Fest zum 16. Mal stattfand, gehört dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Nur einen Steinwurf entfernt betreibt der OOWV das größte seiner 15 Wasserwerke.

Auf dem Hofgelände hat der Verband einen Lehrpfad mit einer Vielzahl an Schautafeln bestückt, die den Besuchern die Zusammenhänge zwischen der Landwirtschaft und der Wasserversorgung anschaulich erklären.

Nitratbelastung im Trinkwasser thematisiert

Dabei wird etwa aufgezeigt, in welch beinahe explosivem Ausmaß sich die Nutztierhaltung in der Region Südoldenburg seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ausgebreitet hat. Und welche Belastungen für das Trinkwasser die Massen an Gülle und Gärresten aus Tierhaltung und Biogasanlagen mit sich bringen – Stichwort Nitrat.

Gülle als Futter für Biogasanlagen

Auch wurden Lösungsmöglichkeiten für das Problem dargestellt. So muss aus Sicht des OOWV der Tierbestand in der Region um mindestens ein Drittel reduziert werden. Und Biogasanlagen könnten zum großen Teil mit Gülle anstelle von Energiepflanzen „gefüttert“ werden.