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Feriensprachcamp in Hollen Deutsche Sprache lernen und Selbstbewusstsein tanken

Von Thomas Deeken | 22.10.2015, 19:07 Uhr

„Wichtig ist uns die Nachhaltigkeit. Was im Camp passiert, soll mit den Inhalten in der Schule verknüpft werden.“ Das hat Ulrich Geisler von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung am Donnerstag im Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen betont. Die Stiftung fördert das rund 18.000 Euro teure Sprachlerncamp-Projekt, das derzeit mit 29 Flüchtlings- und deutschen Kindern im RUZ veranstaltet wird, mit insgesamt 11.000 Euro.

 

Weitere Unterstützung erhält das Projekt vom Inner Wheel Club Wildeshausen, der knapp 1100 Euro hinzu steuerte sowie von der Bürgerstiftung Ganderkesee, die das Feriensprachcamp durch einen erheblichen Anteil an ehrenamtlichen Mitarbeitern fördert – laut Astrid Fuchs „im Wert von umgerechnet rund 4500 Euro“. Am Donnerstag haben die Förderer einschließlich Projekt-Leiterin Dörte Lohrenz, Rektorin der Grundschule Bookholzberg, das Camp besucht.

Großes Abschlussfest mit Eltern und Geschwistern

 Seit Montag geht es für die Mädchen und Jungen aus neun Nationen einschließlich Deutschland darum, spielerisch ihre Deutschkenntnisse zu verbessern beziehungsweise Sprachförderung zu erhalten. Dabei geht es um verschiedene Aktionen rund um Ernährung, Umwelt und Bewegung. Mit dabei: Studenten, Bufdis (Bundesfreiwilligendienstleistende), ehemalige Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen sowie Fachkräfte aus dem Bereich Ernährung und Sprache, die sich eine Woche lang um die Kinder kümmern, die zum Teil überhaupt kein Deutsch verstehen, aber jeden Tag etwas hinzulernen. Beendet wird das Projekt am Samstagvormittag mit einem großen Fest, zu dem auch die Eltern, Geschwister und andere Verwandte eingeladen sind.

24 Feriensprachcamps landesweit

Geisler, der als Vertreter der Lotto-Sport-Stiftung in diesem Jahr landesweit 24 Feriensprachcamps unterstützt und dem fürs nächste Jahr bereits 48 neue Anträge vorliegen, betonte: „Es geht nicht nur um Sprache, sondern auch um die Entwicklung des Selbstbewusstseins.“ Das Feriensprachcamp sei keine Bestrafung. Die Kinder hätten sichtlich viel Freude, weiß er auch von anderen Camps in Niedersachsen.