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Feuerwehr konnte nicht helfen Rettung von Kater„Monti“ in Stenum mit Kosten verbunden

Von Jasmin Johannsen und Thomas Deeken, Thomas Deeken | 23.08.2016, 20:21 Uhr

Nachdem Kater Monti aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte, kommen nun Kosten auf den Besitzer zu. Das Tier hatte mehrere Tage in einem Baum in Stenum gesessen.

Die Befreiung von Kater „Monti“ , der mehrere Tage im Stenumer Holz in einem Baum in 20 Meter Höhe festsaß und erst am späten Montagnachmittag von einem Baumkletterer gerettet werden konnte, wäre von der Feuerwehr nicht zu leisten gewesen. Hauke Gruhn, Sprecher der Gemeinde Ganderkesee, sagte auf Nachfrage, die Feuerwehr Ganderkesee besäße nicht die technischen Möglichkeiten, um ein Tier aus dieser Höhe zu befreien.

Tierrettung gehört nicht zu den Pflichten der Feuerwehr

„Im Allgemeinen“, so Gruhn, „gehört es aber auch nicht zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehr, eine Katze aus einem Baum zu retten.“ Ortsbrandmeister Axel Hollmann habe Montis Besitzer Marcel Blachnik deswegen auf Nachfrage an die Baumkletterer aus Hatten-Munderloh verwiesen. Baumkletterer Jan Feldmann hatte das Tier aus luftiger Höhe befreien können, nachdem er mit Hilfe eines Seils zu ihm vordringen konnte. Feuerwehr, Forstwirtschaft, Dachdecker, Landwirte und Tierschutzverein haben laut Blachnik nicht mit Taten auf seinen Hilferuf reagiert. Jan Feldmann aber habe sich gleich auf den Weg nach Stenum gemacht. „Das war meine erste Tierrettungsaktion“, sagte er. „Normalerweise bekommen wir keine solchen Aufträge.“

Rettung von „Monti“ mit Kosten verbunden

Wenn die Feuerwehr zur Rettung eines Tieres ausrückt, dann ist dies laut Gemeindesprecher Gruhn immer mit Kosten verbunden. Detaillierte Angaben wollte er nicht machen. Auch der Einsatz des Baumkletterers, der schlussendlich den Kater befreien konnte, ist nicht kostenlos. „Für so eine Tierrettung berechnen wir unsere normalen Tarife. Pro Stunde im Einsatz nehmen wir 50 Euro, die Anfahrt kommt hinzu“, sagte Jan Feldmann.

Monti wehrte sich gegen Rettung

Dem Baumkletterer hatte es Monti nicht gerade einfach gemacht. Obwohl der Kater schon lange auf dem Baum saß, schien er noch recht agil gewesen zu sein. Während der Kletterer den Baum erklomm, bekam „Monti“ Angst und sprang zur nächsten Baumkrone. Nach einigem Hin und Her gelang es Feldmann dann, dem Tier näher zu kommen. „Der Kater war ganz zahm und hat sich mit hinunter nehmen lassen“, so Feldmann.

Besitzer Marcel Blachnik ist dankbar für die Rettung

Der 25-jährige Marcel Blachnik war nach der Rettungsaktion zu Tränen gerührt. Er dankte am Dienstag allen, die mitgeholfen hatten, den Kater zu retten – vor allem Baumkletterer Feldmann. Inzwischen gehe es Monti auch wieder richtig gut. „Er hat schon schön gekuschelt und viel gegessen“, so der Stenumer.