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Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor Florian Scharf rund um die Uhr bereit für den Einsatz

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 23.07.2016, 18:51 Uhr

Florian Scharf findet bei der Freiwilligen Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor seine Erfüllung. Hier kann er anderen helfen, Freundschaften pflegen und die Freizeit sinnvoll ausfüllen.

Schierbrok-Schönemoor. Den Meldeempfänger hat Oberfeuerwehrmann Florian Scharf immer dabei. Schließlich steht unter dem Schriftzug der Freiwilligen Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor geschrieben: „365 Tage im Jahr / 7 Tage die Woche / 24 Stunden pro Tag sind wir für Sie da... auch an Feiertagen“. Und da es sich bei der Feuerwehr Schierbroks und Schönemoors um eine kleine Ortsfeuerwehr mit lediglich rund 50 aktiven Mitgliedern handelt, darf sich der einzelne Feuerwehrmann eben keine Pause gönnen, muss immer buchstäblich einsatzbereit sein. Oder auch „in Angriff gehen“ können. Diese kriegerische Formulierung, erklärt Scharf, verwenden die Kameraden, wenn sie sich einem Brandherd nähern, etwa ein brennendes Haus betreten, üblicherweise in Schutzanzügen und mit Atemschutzgeräten.

Viele Einsätze bei Unwetter

Derartige Einsätze, so der 22-Jährige, seien mittlerweile allerdings seltener gefordert als die bei Unwetter, um beispielsweise Sturmschäden durch umgestürzte Bäume zu beseitigen. Deswegen werde die Feuerwehr insbesondere in Herbst und Frühjahr immer öfter um Hilfe gebeten. Alles in allem, schätzt Scharf, müsse er etwa zwanzig Mal pro Jahr ausrücken. Hinzu komme der 14-tägige, meist zweistündige Übungsdienst. Darüber hinaus leiste er alle zwei Wochen zwei bis drei Stunden Jugendfeuerwehrdienst ab, so Scharf, der auch stellvertretender Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor ist.

Vor zwölf Jahren der Feuerwehr angeschlossen

Es mache ihm Freude, anderen zu helfen. Deswegen habe er sich bereits vor zwölf Jahren der Feuerwehr angeschlossen. Die Kameraden betrachte er als seine Freunde und die Zeit, die er mit ihnen verbringe, als „sinnvoll genutzte Freizeit“. Seine Vorgesetzten, so der Elektriker der Ganderkeseer Firma „Meyer Technik“, stellten ihn gern zu Lehrgängen der Feuerwehr frei und nähmen auch billigend in Kauf, dass er immer mal wieder während der Arbeitszeit zu Einsätzen gerufen werde: „Die finden es gut, wenn sich jemand ehrenamtlich engagiert“, fasst Scharf zusammen.

In Feuerball eingeschlossen

Besonders glücklich schätze er sich, dass er bislang noch keinen Einsatz mit schwerem Personenschaden erlebt habe. Einmal indes, so erinnert er sich, habe es ihn selbst fast erwischt. Beim Brand einer Sauna in Heide habe sich eine derart massive Hitze entwickelt, dass bereits die Kacheln gebrannt hätten. Der Rauch habe sich entzündet und ihn mitsamt einem Kameraden in einem Feuerball eingeschlossen, welcher sich allerdings schnell wieder verflüchtigt habe. „Da hatten wir richtig viel Glück!“, sagt Scharf und fügt hinzu, dass er genau dieses Glück nicht noch einmal allzu sehr herausfordern wolle.