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Feuerwehren bei der Diakonie „Bei Brand sind klare Infos wichtig“

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 27.02.2016, 11:20 Uhr

Was bei einem Brand in einer Pflegeeinrichtung zu beachten ist, darüber haben sich die Einsatzkräfte informiert.

„Wir sollten das öfter machen und werden weiter im Gespräch bleiben“, waren sich am Ende des Abends beide Seiten einig. Auf Einladung der Diakonie Himmelsthür war jüngst eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup zu Besuch, um sich über Brandschutz, Alarmierung der Feuerwehr und Verhalten im Brandfall auszutauschen.

Die stellvertretende Regionalgeschäftsführerin Ute Schünemann verwies auf die Besonderheiten der Einrichtung für Menschen mit hohem Assistenzbedarf. Ortsbrandmeister Hermann Cordes äußerte sich zufrieden: „Ich bin sehr froh, dass dieses Treffen hier heute stattfindet.“

Zunächst führte Wohnbereichsleiterin Petra Knake die Feuerwehrleute durch das Haus Ammerland, in dem es kürzlich zu einer mutmaßlichen Brandstiftung gekommen war. Sie machte deutlich, dass die Bewohner in einem Brandfall besondere Unterstützung benötigten. Manche Menschen seien bettlägerig oder wegen Eigen- oder Fremdgefährdung am Bett fixiert. Dies müsse bei einer Evakuierung bekannt sein, sagten die Feuerwehrleute. Sie wünschten sich, dass sie im Brandfall von den Himmelsthür-Mitarbeitern ganz klare Aussagen erhielten. Sie regten an, die so genannten Feuerwehr-Laufkarten neben den Grundrissen mit weiteren Informationen zu versehen.

Bei der anschließenden gemeinsamen Runde ermutigte der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer alle dazu, sowohl im Brandfall als auch bei Fehlalarmen die 112 zu wählen. Wenn es wirklich brenne, sei eine frühzeitige zusätzliche Information wichtig, damit sofort Alarm ausgelöst werden könne. Handele es sich aber um einen Fehlalarm, werde nur die „kleine Schleife“ ausgelöst und ein Großeinsatz verhindert.