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Feuerwehren üben mitten in Hude Abrisshaus ideales Objekt für Feuerwehrübung

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 02.08.2016, 16:28 Uhr

Feuerwehren haben mitten in Hude das Retten von Menschen und das Löschen eines Brandes geprobt. Ihnen war ein Abrisshaus zur Verfügung gestellt worden.

Feuerwehrleute aus Hude und Neuenkoop haben am Montagabend, 1. August, in einem der drei Abrisshäuser für den Rossmann-Neubau an der Parkstraße in Hude das Miteinander beim Retten von Menschen und beim Löschen von Feuer geprobt. Der Huder Ortsbrandmeister Jörg Schmidt dankt besonders Andreas Gödecke von der HG Projektgesellschaft , der die Übung mit den besonderen Herausforderungen der beengten Lage in der Ortsmitte zugelassen hat. „Selten gibt es Objekte, an denen realistisch geübt werden kann und an denen auch mal etwas kaputt gehen kann“, stellt Tanja Konegen-Peters, die Pressesprecherin der Feuerwehr, fest.

Rauch und Hilferufe

Rauchschwaden dringen am Montagabend aus dem mittleren der drei Abbruchhäuser direkt an der viel befahrenen Parkstraße in Hude. Man kann Hilferufe hören, als auch schon die Feuerwehr an dem brennenden Abrissgebäude eintrifft.

Mittelteil brennt vollständig

Der mittlere Teil des dreiteiligen Gebäudekomplexes steht in Vollbrand, Personen befinden sich nicht mehr darin. Doch die Hilferufe kommen aus dem vorderen Gebäudeteil, direkt an der Straße. Das Feuer droht überzugreifen, sechs Menschen werden vermisst und befinden sich in Lebensgefahr.

Personensuche und Löscharbeiten

Umgehend rüsten sich mehrere Trupps mit Atemschutz aus und beginnen, den stark verqualmten Gebäudeteil nach den Vermissten zu durchsuchen. Gleichzeitig wird mit den Löscharbeiten an dem brennenden Gebäude begonnen, während weitere Kameraden eine Löschwasserversorgung zu einem Unterflurhydranten aufbauen. Aufgrund der großen Schadenslage wird die Freiwillige Feuerwehr Neuenkoop ebenfalls alarmiert.

Auch Feuerwehrmann wird gerettet

Nach einiger Zeit ist der Brand unter Kontrolle, die vermissten Personen sind gefunden, als es zu einem weiteren Notfall kommt. Ein Atemschutzgeräteträger verunglückt, er muss von seinem Kameraden gerettet werden. Über ein enges Treppenhaus wird er mit einer Schleifkorbtrage ins Freie gebracht, wo er von seinem Kameraden betreut wird. Dies ist das Ende einer groß angelegten Übung der Feuerwehren Hude und Neuenkoop. Ausgearbeitet hatte die Übung Gruppenführer Torsten Suhr zusammen mit Ortsatemschutzwart Maik Zywina.

Lagebesprechung am Feuerwehrhaus

In einer abschließenden Lagebesprechung am Huder Feuerwehrgerätehaus zeigten sich beide zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Einige Fehler seinen passiert, aber aus diesem Grund werden Übungen durchgeführt. Es ist besser, die Fehler passieren bei einer Übung, als bei einem realen Einsatz. Bereits gemachte Fehler werden somit bei einem Einsatz nicht nochmals vorkommen.

Hand-in-Hand-Arbeit wichtig

Auch der Huder Ortsbrandmeister Jörg Schmidt, der die Übung beobachtet hatte, lobte die gute Zusammenarbeit der Übungsteilnehmer. Bei der jetzigen Ausrückeordnung im Brandfall komme es immer öfter dazu, dass die Wehren Neuenkoop und Hude zusammen alarmiert werden. Bei Einsätzen müsse jeder Handgriff sitzen, deshalb seien gemeinsame Übungen wichtig.

Zum Ausklang Stärkung

Im Anschluss an die Besprechung gab es für alle Teilnehmer Getränke und Bratwurst am Huder Feuerwehrhaus.