Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Anbaden am 28. Mai in Hohenböken Künftig mit dem Rettungskajak auf dem Sielingsee

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 13.05.2016, 21:33 Uhr

Die Ganderkeseer Lebensretter bereiten sich derzeit auf die Saison am Sielingsee in Hohenböken vor. Anbaden ist am 28. Mai. Für die Rettungseinsätze haben die Ganderkeseer Landfrauen ein Rettungskajak gespendet.

Die ersten Badegäste am Sielingsee in Hohenböken hat es in den vergangenen sommerlichen Tagen schon gegeben. Richtig warm ist es im Wasser allerdings noch nicht gewesen. Und gesichert ist der Badespaß durch die Ganderkeseer Lebensretter auch noch nicht. Denn für sie beginnt die Saison mit dem Anbaden und einem beherzten Sprung ins Nass erst am Samstag, 28. Mai, um 13.30 Uhr. Bis dahin haben die Mitglieder der DLRG noch jede Menge zu tun: Theorie in der Alten Schule in Bookhorn, dazu praktisches Seetraining an den Donnerstagen – und „Müllabfuhr“. Denn vor dem Anbaden wird laut Kristoff Braun, Technischer Leiter bei den Lebensrettern, der Strandbereich noch einmal aufgeräumt.

Aufräumaktion vor dem Anbaden

„Das machen wir wegen der Badegäste und aus Eigeninteresse“, sagt Braun. Die Verletzungsgefahr durch Scherben und Feuerstellen sei sehr groß. Denn oft werde der Strandbereich nach sonnigen Feiertagen und Wochenenden „zugemüllt“ hinterlassen. Wie vor Kurzem wieder nach Christi Himmelfahrt, als nach Vatertagstouren neben Verpackungen und Essensresten auch Hunderte Flaschen im Sand zurückgelassen wurden – trotz der Mülleimer, die in der Nähe stehen. Allerdings atmete Arne Kubesch, stellvertretender Technischer Leiter, ein bisschen auf, denn „ganz so dreckig wie in den Vorjahren war es diesmal nicht“.

DLRG-Wachdienst am Wochenende

Der DLRG-Wachdienst will künftig wieder mit mindestens einem Wachleiter und zwei Wachgängern am Wochenende vor Ort sein – samstags von 13 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr, „gegebenenfalls bei gutem Wetter auch länger“, so Braun. Bei ganz schlechtem Wetter, wenn eh keiner kommt, kann es auch sein, dass die Lebensretter keinen Dienst schieben.

Neues Rettungskajak von den Landfrauen

Besonders groß ist die Freude bei den DLRG-Mitgliedern, dass sie künftig über ein Rettungskajak verfügen können. Der Landfrauenverein Ganderkesee hatte das knapp 1000 Euro teure Boot gespendet, „das wahrscheinlich in der letzten Maiwoche kommen soll“, sagt Braun. „Das wird ein ,ocean scrambler 11‘ sein“ – ein Bootstyp, der auch schon bei anderen Ortsgruppen in Wilhelmshaven und Bad Zwischenahn im Einsatz sei. Das Gute an diesem Kajak: Jeder Wachdienstler dürfe es fahren.

Schlauchboot mit Motor von Gemeinde

Darüber hinaus hoffen die Retter auf eine noch bessere Ausstattung: Die Gemeinde habe der DLRG die Zusage für ein neues Schlauchboot mit Motor gegeben. Das alte stamme aus den 80er Jahren und sei nicht mehr einsatzfähig. Gemeindesprecher Hauke Gruhn bestätigte, es gehe um ein Boot mit einem 20-PS-Motor. Ab wann die DLRG darüber verfügen könne, stehe allerdings noch nicht fest. „Wir bleiben aber am Ball“, so Gruhn.