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Fischer helfen Lachs und Forelle Aus Fischbrut in Wildeshausen zurück in die Bäche

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 14.02.2016, 10:37 Uhr

Der Fischereiverein Wildeshausen setzt -zigtausend kleine Forellen und Lachse in die hiesigen Gewässer. Sie sind im Bruthaus geschlüpft und herangewachsen.

Im Bruthaus des Fischereivereins Wildeshausen wimmelt es von kleinen Fischen. Seit November sind aus 151000 Eiern kleine Forellen und Lachse zu Fischchen herangewachsen, kaum so groß wie ein Ein-Cent-Stück. Nach 60 Tagen im Ei und einem Monat Aufzehren des Dottersacks sind die ersten Fische jetzt startklar für die Freiheit. „Die ersten 10000 Meerforellenwurden jetzt in die Flachsbäke eingesetzt. 4000 Lachse wanderten in die Aue“, berichtet Thomas Kaiser, der Presswart des Fischereivereins. Mitte März sollen die letzten Fische das Bruthaus verlassen haben.

Eier beim „E-Fischen“ geerntet

Den Wildeshauser Fischern sind Ende des letzten Jahres bei 26 Einsätzen des Elektro-Fischens in ihren Gewässern 215 kapitale Meerforellen und sechs Lachse ins Netz gegangen. „Wir hatten einen fantastischen Fischaufstieg mit idealen Wasserbedingungen“, freut sich Ralf Siemer, der Beauftragte für Natur- und Umweltschutz im Fischereiverein. Zweimal sei das E-Fisch-Team sogar mit einem extra beim Landesfischereiverband in Oldenburg angeforderten Boot auf dem Fluss unterwegs gewesen.

Hunte für Fische „Bundesliga-Spitze“

Der Fischereiverein berichtet von seit Jahren wachsenden Zahlen. „Unsere Gewässer sind sozusagen Bundesliga-Spitze. Wenn die Salmoniden das Wehr in Zwischenbrücken noch überwinden könnten, würde die Hunte in der Champions-League mitmischen“, ist Siemer überzeugt. Denn oberhalb warten weitere erstklassige Brutbäche wie die Katenbäke. Auch die Petrijünger im Bereich Colnrade haben in den vergangenen Jahren viel für den erhofften Fischnachwuchs getan und für die Sanierung des Holtorfer Baches den renommierten Naturschutzpreis „Bachperle“ gewonnen.