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Flüchtlinge im Landkreis Oldenburg Notunterkunft in Hude bleibt für Landkreis wichtig

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 16.06.2016, 19:34 Uhr

Die Notunterkunft im alten Zählerwerk in Hude steht nahezu leer. Dem Landkreis Oldenburg ist sie zumindest als stille Reserve wichtig.

Die Notunterkunft für Flüchtlinge im alten Zählerwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserwerks in Hude ist für den Landkreis Oldenburg wichtig als Puffer für den Fall, dass die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen. „Wir wissen nicht, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt. Wir wollen vorbereitet sein und nicht kurzfristig wieder Turnhallen schließen müssen“, stellt Landrat Carsten Harings klar.

Notunterkunft steht fast leer

Die auf 200 Flüchtlinge ausgelegte Notunterkunft unweit des Reiherholzes ist zurzeit nur von einigen wenigen Flüchtlingen bewohnt. Der Landrat weist Gerüchte und Berichte zurück, der Landkreis bemühe sich zwecks besserer wirtschaftlicher Auslastung aktiv um die Zuweisung von mehr Flüchtlingen oder von Personen, die vor der Abschiebung kurzfristig unterzubringen sind. Eine Unterbringung von Flüchtlingen, die mehr als sechs Monate in Erstaufnahmeeinrichtungen leben, werde es ebenfalls nicht geben. Die Anfrage vom Land Niedersachsen habe es an vier Landkreise gegeben, darunter der Landkreis Oldenburg. Die Anfrage an den Landkreis Oldenburg sei aber zurückgezogen worden, weil die kreisweite Quote mit 35 Personen schon übererfüllt sei. „Der Landkreis hat im Schulterschluss mit den Gemeinden, der Samtgemeinde und der Stadt Wildeshausen die Herausforderung der Unterbringung der Flüchtlinge sehr gut gemeistert“, lobt Harings.

Ruhemodus statt Aufgabe

Für Ende Juli oder Anfang August erwartet der Landkreis Oldenburg aus Hannover eine neue Flüchtlingsquote. Auch für den Fall, dass die Quote sehr niedrig ist oder dass es gar keine neue Quote gibt, will der Landkreis die Huder Notunterkunft nicht aufgeben, sondern einmotten oder, wie es der Landrat nennt, „in den Ruhemodus versetzen“. „Ruhemodus bedeutet in diesem Fall, dass der Betrieb vorläufig eingestellt wird, jederzeit aber mit geringem Aufwand wieder aufgenommen werden könnte“, erklärt Harings.