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Flüchtlinge im Landkreis Oldenburg Zwei neue Flüchtlingsbusse in Wildeshausen angekommen

Von Reiner Haase | 07.01.2016, 18:36 Uhr

Im Landkreis Oldenburg sind zwei weitere Busse mit Flüchtlingen angekommen. Die Sporthallen in Wildeshausen sollen trotzdem geräumt werden.

Im Landkreis Oldenburg sind am Montag zwei weitere Busse mit Flüchtlingen angekommen. Sie haben die Notunterkünfte in der Turnhalle des Gymnasiums und in der Widukindhalle in Wildeshausen angesteuert, wo Flüchtlinge zur Entlastung der Erstaufnahmelager des Landes untergebracht werden.

Amtshilfe soll auslaufen

Unbeirrt von den Neuankömmlingen verfolgt der Landkreis das Ziel, die erste der beiden Hallen Mitte Februar zu räumen. Mit dem Land wird laut Landrat Carsten Harings darüber verhandelt, alle Flüchtlinge aus der Amtshilfe fürs Land in die Quote für den Landkreis einzurechnen. Das Land habe angekündigt, dass die Amtshilfe am Ende des ersten Quartals 2016 auslaufen soll.

300 von 475 Plätzen belegt

„Die neu Angekommenen werden von Mitarbeitern des Landes erfasst. Dann erfahren wir die genaue Zahl“, berichtete Harings gestern. Platz sei frei gewesen, weil 166 Flüchtlinge im Dezember in die reguläre Quote für den Landkreis übernommen und in andere Unterkünfte weitergeleitet worden seien, ergänzt Oliver Galeotti, Pressesprecher des Landkreises und Mitarbeiter des Krisenstabs. Zurzeit seien gut 300 der 475 Plätze in den Hallen belegt.

Schwenk zu dezentraler Unterbringung

Der Landkreis schwenkt darauf um, Flüchtlinge nicht geballt in Wildeshausen, sondern dezentral im Kreisgebiet unterzubringen. Mit dem OOWV ist, wie berichtet, vereinbart, dass bis zu 200 Flüchtlinge in einer ehemaligen Werkstatt in Pfahlhausen bei Hude untergebracht werden können. „Über weitere Möglichkeiten wird gesprochen. Wir bleiben dabei, Näheres erst zu benennen, wenn die Projekte spruchreif sind“, stellt der Landrat klar.

Hallen werden auf Schäden geprüft

Laut Erstem Kreisrat Christian Wolf wird es in den Turnhallen in Wildeshausen keinen nahtlosen Übergang vom Auszug der Flüchtlinge zur Nutzung durch die Schulen und Vereine geben. Es müsse genau geprüft werden, welcher Reparaturbedarf angefallen ist. Die Widukindhalle sei schon vorher sanierungsbedürftig gewesen.