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Flüchtlinge in Ganderkesee Flüchtlinge erkunden die Gemeinde Ganderkesee

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 07.08.2016, 15:35 Uhr

In Ganderkesee hat die Aufnahme von Flüchtlingen Tradition. Das erfuhren Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer bei einer Rundfahrt durch die Gemeinde.

Eine Busladung Flüchtlinge hat am Sonntag, 7. August, mit Alt-Bürgermeister Gerold Sprung als Erzähler und Diakonie-Sozialarbeiterin Sandra Baba als Übersetzerin bisher unbekannte, aber bedeutsame Stätten in der großflächigen Gemeinde Ganderkesee kennengelernt. Beim Zwischenstop im Dorfpark Falkenburg servierten die in Ganderkesee lebenden Flüchtlinge ein Picknick mit schmackhaften Spezialitäten aus der Küche der Herkunftsländer.

Unterkunft und Arbeit in Hoykenkamp

MBB Palfinger in Hoykenkamp, Sankt Katharinen in Schönemoor, das Hünengrab in Stenum, das Regionale Umweltzentrum in Hollen, der Hasbruch und der heute von jugendlichen Flüchtlingen bewohnte Jugendhof Steinkimmen zählten zu den Stationen der vierstündigen Rundfahrt mit Flüchtlingen und einigen Flüchtlingshelfern. Gästeführer Sprung schlug zum Beispiel beim Stop in Hoykenkamp eine Brücke zwischen der jüngeren Ganderkeseer Geschichte und dem aktuellen Leben der Mitfahrenden. Im zerbombten und stillgelegten Flugzeugwerk seien 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, Flüchtlingsunterkünfte eingerichtet worden. In den Büros seien später Flüchtlingsbetriebe eröffnet worden.

FSV organisiert Rundreise

Mit im Bus saß Hartwig Lambracht vom Fuhrenkamp Schutzverein. „Wir hatten die Idee zur Rundfahrt, das Geld für den Bus und unser Mitglied Gerold Sprung als Reiseleiter“, stellte Lambracht vor der Abfahrt fest. Sie freue sich besonders auf den Gaumenkitzel beim Picknick, sagte Flüchtlingshelferin Ingrid Mohr.