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Flüchtlinge in Hude Mobilhalle für Hude die letzte Wahl

Von Reiner Haase | 25.01.2016, 17:01 Uhr

In Hude werden Wohnungen für Flüchtlinge knapp. Mobilhallen will die Gemeinde möglichst vermeiden.

Die Gemeinde Hude will trotz Mangels an verfügbaren Wohnungen für Flüchtlinge nicht auf mobile Hallen ausweichen. „Wir haben eine der beiden Hallen in Ganderkesee besichtigt und waren überhaupt nicht überzeugt“, berichtet Bürgermeister Holger Lebedinzew. Vor allem der Lärm der Heizungs- und Lüftungsanlage sei negativ aufgefallen, ergänzt Gundula Brunken, Fachbereich Soziales, die Aussage des Bürgermeisters. „Nur schlimmstenfalls“ werde man auf eine solche Unterbringung zurückgreifen, sagt der Bürgermeister.

Gemeinde will beim Wohnungsbau handeln

Hude erwartet, wie berichtet, bis Ende März eine Verdopplung der Flüchtlingszahl auf 342. Die Gemeinde setzt weiter auf Wohnungsangebote von Vermietern. In Kürze soll überdies in den Ratsgremien über schlichte Stabilbauten beraten werden. „Preiswerter Wohnraum kann schnell errichtet werden“, so Lebedinzew, „es vergeht aber doch Zeit, weil vorher Flächennutzungs- und Bebauungspläne geändert werden müssen.“ Die Gemeinde verfüge über Grundstücke am Vielstedter Kirchweg und bei der Schule Nordenholz. „Das sind aber nur Handtücher. Das Ideal von Wohnraum für rund 50 Bewohner erreichen wir nicht“, erklärt der Bürgermeister.

Am Fuchsberg ein „Glücksfall“

Wohnraum in dieser Größenordnung steht an der Straße Am Fuchsberg zur Verfügung. Für Lebedinzew ist das „ein Glücksfall“. Hier seien einst Flüchtlinge untergebracht gewesen und zwischendurch Monteure für Huder Betriebe. Vor einiger Zeit habe der Landkreis Oldenburg die Räume angemietet und der Gemeinde zur Verfügung gestellt.