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Flüchtlinge in Hude Präventionsrat schließt Sammelunterkünfte in Hude nicht aus

Von Antje Cznottka | 14.10.2015, 16:52 Uhr

„Wenn pro Monat acht bis zehn Menschen hier ankommen, ist das durchaus noch zu handhaben“, sagte Holger Lebedinzew, Vorsitzender des Präventionsrates bei der öffentlichen Sitzung des Rates am Dienstagabend, 13. Oktober 2015, im Kulturhof Er stellte den Bericht zur Flüchtlingssituation in der Gemeinde Hude vor.

Bis Ende Januar sollen 215 Flüchtlinge in der Gemeinde untergebracht werden. „Bis zum Sommer sollen es etwa 400 Flüchtlinge sein. Das ist die Prognose des Innenministeriums“. Diese Zahlen könnten noch angepasst werden, je nachdem wie viele Menschen nach Deutschland kämen. „Unseren Drang zu planen werden wir wohl der Spontaneität opfern müssen, sonst werden wir das nicht schaffen“, sagt Lebedinzew.

Präventionsrat lobt freiwillige Helfer in Hude

Bisher sei es möglich gewesen, alle Flüchtlinge dezentral unter zu bringen. Die Flüchtlingsbeauftragte Ursula Brunken und ihr Team hätten dazu bisher „zuverlässig und vorbildlich“ Wohnraum identifiziert und bereitgestellt. In diesem Zusammenhang lobte Lebedinzew das Netzwerk und die Organisation von freiwilligen Helfern, Vereinen und Organisationen.

Hude wird Sammelunterkünfte für Flüchtlinge bekommen

Die Frage, ob Bürger den Bau von Unterkünften finanziell unterstützen könnten, um Sammelunterkünfte zu vermeiden, beantwortete Lebedinzew in der anschließenden Fragerunde: „Wir werden am Thema Sammelunterkünfte zumindest für eine Zeit lang nicht vorbeikommen, einfach weil unsere Infrastruktur nicht so schnell wachsen kann“, sagte Lebedinzew. Privatzuweisungen oder Enteignungen schloss er aus.