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Flüchtlinge in Hude Ratsgremien in Hude nehmen Schlichtbauten ins Visier

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 04.02.2016, 19:07 Uhr

Für die Unterbringung von Flüchtlingen braucht Hude Schlichtbauten und vielleicht auch eine Mobilhalle. Das Thema beschäftigt jetzt zwei Fachausschüsse.

Der anhaltende Flüchtlingsstrom bringt der immer mal wieder aufgeflackerten, aber stets wieder erstickten Diskussion über preiswerten Wohnraum in Hude neuen Zündstoff. In Gremien des Gemeinderats steht das Thema „Schlichtbauten“ in der nächsten Woche zweimal auf der Tagesordnung. Im Sozialausschuss soll am Montag, 8. Februar, eine Liste von Grundstücken im Besitz der Gemeinde näher unter die Lupe genommen werden. Mit dabei ist eine Fläche am Vielstedter Kirchweg. Für sie soll am Mittwoch, 10. Februar, die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes eingeleitet werden.

Schlichtbau statt Sportplatz

Die Wiese gegenüber dem Sportplatz ist im Flächennutzungsplan bisher ebenfalls als Sportanlage deklariert. Das Baurecht für Schlichtbauten kann durch eine Änderung des Flächennutzungsplans und das Aufstellen eines Bebauungsplans erreicht werden. Die Diskussion über diesen Vorschlag der Gemeindeverwaltung beginnt am Mittwoch im Ausschuss für Gemeindeentwicklung.

Sieben Flächen im Gespräch

Bis Ende März sind weitere 150 Flüchtlinge angekündigt. Der Zustrom wird auch danach nicht abreißen. Angebote von Vermietern für die bisher favorisierte dezentrale Unterbringung werden rar. Deshalb bringt die Verwaltung fünf Grundstücke für Schlichtbauten oder eine Mobilhalle in Hude und zwei in Wüsting in die Diskussion und weist gleichzeitig darauf hin, dass keine ideale Fläche darunter ist. Die Flächen liegen am Vielstedter Kirchweg, am Robinienweg, hinter dem Kulturhof, auf dem Spielplatz Jägerstraße, bei der Schule Nordenholz, auf dem Schützenplatz, im Baugebiet Bei der Schmiede und im Bereich Beim Wall.