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Flüchtlinge in Wildeshausen Zusätzliche 100 Flüchtlinge für Donnerstag angekündigt

Von Thomas Deeken | 26.10.2015, 12:39 Uhr

Der Flüchtlingsstrom nach Wildeshausen reißt nicht ab: Nach zwei Amtshilfeersuchen mit der Aufforderung, bis zu 400 Flüchtlinge im Landkreis unterzubringen, folgte am Sonntag laut Erstem Kreisrat Christian Wolf ein drittes Ersuchen seitens der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig. Das heißt: Am kommenden Donnerstag werden weitere 100 Flüchtlinge erwartet, die zunächst – wie die anderen auch – für vier Wochen bleiben sollen.

„Es spricht einiges dafür, dass diese Menschen ebenfalls in Wildeshausen untergebracht werden“, sagte Wolf auf Nachfrage. Derzeit sind wie berichtet etwa 350 Flüchtlinge in der Sporthalle des Gymnasiums und in der Widukindhalle untergekommen , rund 100 von ihnen sind nach Angaben des Kreisrates am Sonntag eingetroffen – in der Mehrheit Menschen aus Syrien, Pakistan und dem Irak. Er wisse allerdings nicht, wie viele in diesen Tagen tatsächlich in der Kreisstadt bleiben. Einige seien bereits weitergereist.

„An den Grenzen unserer Möglichkeiten“

„Wir geraten inzwischen eindeutig an die Grenzen unserer Möglichkeiten“, betonte Wolf, der damit alle haupt- und ehrenamtlichen Kräfte mit einbezog. Er sei sehr zufrieden, wie alle ambitioniert und diszipliniert mitarbeiteten und „wie wir das alles in kurzer Vorlaufzeit geschafft haben“. Allerdings könne das auf ewig nicht so weitergehen. Die Lage sei vor allem deshalb so schwierig, weil diese Flüchtlinge zusätzlich kämen und parallel auch weiterhin die Quote erfüllt werden müsse.

Dank von Landrat und Bürgermeister

Landrat Carsten Harings und Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski nahmen am Wochenende die aktuelle Situation in den beiden Sporthallen zum Anlass, sich bei allen Helfern zu bedanken. „Es ist fantastisch, was unsere Helfer hier binnen kürzester Zeit alles leisten und auf die Beine stellen. Hierfür gilt allen mein besonderer Dank“, so der Landrat. Binnen weniger Stunden sei die Turnhalle des Gymnasiums kurzfristig geräumt und für zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten hergerichtet worden, damit weitere Flüchtlinge gut untergebracht und versorgt werden können.

Auch Bürgermeister Kuraschinski machte sich ein Bild vor Ort. „Beeindruckend, wie die vielen helfenden Hände hier gemeinsam anpacken, um alles für die Neuankömmlinge herzurichten.“ Sein besonderer Dank gelte dem Technischen Hilfswerk, dem Malteser Hilfsdienst, der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen, allen freiwilligen Helfern und den vielen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter zur Unterstützung freistellten.