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Flugplatz Ganderkesee Flugsimulator eröffnet auf Ganderkeseer Airfield

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 30.06.2016, 18:29 Uhr

Für die Gemeinde Ganderkesee bleibt der Flugplatz an der Otto-Lilienthal-Straße ein wichtiger Wirtschafts- und Tourismusmotor. Seine Attraktivität soll nun ein weiteres Angebot steigern, öffentlichkeitswirksam richtet es sich auch an Nichtflieger. Mit dem Cessna-Flugsimulator wollen die Piloten Wolfgang Schütte und Jochen Klein künftig das Fliegen für jedermann ermöglichen.

Schütte und Klein eröffnen den Simulator, den sie gemeinsam mit Jörg Oppelt aus Sande und Helmut Völk aus Jever in der Fly-4D GbR betreiben , am Wochenende 2. und 3. Juli. Dann – und auch bei den Ganderkeseer Jet-Flugtagen am folgenden Wochenende (9. und 10. Juli) – gelten vergünstigte Preise für alle Flugenthusiasten. „Jederzeit Fliegen“, das war bislang im „4D-Flugsimulator Fly-4D“ an der Güterstraße in Wilhelmshaven möglich. Von dort aus zog es die Piloten aber jetzt an das Atlas Airfield, den Flugplatz in Ganderkesee . „Wir sind vom Flugplatzbetreiber angesprochen worden “, verriet Schütte und machte keinen Hehl daraus, dass man mit dem vorigen Standort nicht zufrieden war. Die Besucherzahlen des Ende 2013 eröffneten Simulators hätten unterhalb der Erwartungen gelegen. Jetzt hofft Schütte, dass bis zu 1000 Nutzer jährlich im Simulator fliegen werden.

Rund 1000 Arbeitsstunden stecken im Cockpit

In knapp 1000 Arbeitsstunden entstand aus einem Bausatz das täuschend echte Cockpit, das realitätsnah eine Cessna 172, das wohl beliebteste Sportflugzeug, abbildet. Für den „Flugbetrieb“ am Boden wurde die sonst viersitzige Kabine lediglich auf zwei Sitze für Pilot und Kopilot gekürzt.

Und unter der „Haube“ werkelt denn auch kein Propellermotor, sondern sieben Computer versehen neben einer 180-Grad-Projektionsanlage ihren Dienst.

2000 Flughäfen können angeflogen werden

Zur angepeilten Zielgruppe gehören neben fliegerisch interessierten Laien, die erleben möchten, wie es sich in einer kleinen Maschine fliegt, auch echte Piloten, die ausprobieren, was so alles fliegerisch möglich ist. „Die aber weder sich noch andere dabei im echten Luftraum in Gefahr bringen wollen“, erläutert Schütte.

Denn mal eben einfach so in London unter der Tower-Bridge durchzufliegen, das sei in der Realität nicht erlaubt – aber möglich. Zumindest in den Softwarepaketen, die die vier Piloten angeschafft haben. „Rund 2000 Flughäfen können angesteuert werden“, berichtet Jochen Klein. Wem das nicht reicht, der kann sich mit dem Simulator über das Internet einer weltweiten Gemeinschaft von Simulatorenfliegern anschließen, echten Tower-Funkverkehr inbegriffen.