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Förderprogramme im Kreis Oldenburg Für Wallheckenpflege gibt es auch 2019 wieder Geld

Von Thomas Deeken | 04.01.2019, 19:09 Uhr

Landkreis Oldenburg/Ganderkesee. Weil es auch weiterhin Wallhecken im Landkreis Oldenburg geben und die Zahl möglichst noch erhöht werden soll, stellt das Amt für Naturschutz und Landschaftspflege Fördermittel zur Verfügung. Besonders diskutiert wird das Thema Wallhecke in der Gemeinde Ganderkesee, wo ein Heckengarten entstehen soll.

Für die Pflege von Wallhecken im Landkreis Oldenburg gibt es weiterhin finanzielle Unterstützung. Darauf weist Landrat Carsten Harings hin. In diesem Jahr stünden für Maßnahmen aus dem Wallheckenförderprogramm des Landkreises insgesamt 13.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus gebe es Förderungen über das Niedersächsische Wallheckenprogramm Oldenburger Land.

Förderbeitrag 12,50 Euro je Meter

Gefördert würden unter anderem der Rückschnitt der Wallheckengehölze, die Aufschüttung verflachter Wälle, die Bepflanzung straucharmer Wälle und die Pflege des Baum- und Strauchbestandes auf Wallhecken. Bei dem Förderbetrag handele es sich um 12,50 Euro pro Meter. Die Hecke soll allerdings eine Mindestlänge von 200 Metern haben. Und auch für das Anlegen neuer Hecken und dafür, dass bereits vorhandene Wallhecken wieder hergerichtet werden, gebe es einen Zuschuss in Höhe von 12,50 Euro je laufenden Meter. Für erforderliche Anpflanzungen werde das Material kostenlos zur Verfügung gestellt.

Große Bedeutung von Wallhecken

Dass Wallhecken eine große Bedeutung haben, betont vor allem Experte Georg Müller aus Ganderkesee, der bei diesem Thema auch international gefragt ist. Sie schützten nicht nur vor Winderosion. Strukturreiche Hecken würden beispielsweise auch Lebensraum für bis zu 1800 verschiedene Pflanzen- und 7000 Tierarten bieten, heißt es im Bericht des Landrats.

„Einmaliger Heckengarten“ geplant

In der Gemeinde Ganderkesee ist das Thema Wallhecken vor allem in jüngster Zeit viel diskutiert worden, weil dort ein „einmaliger und außergewöhnlicher Heckengarten“ entstehen soll, der nach Ansicht Müllers viele nationale und internationale Gäste in die Gemeinde bringen wird. Die Ganderkeseer Politiker befürworten zwar das gesamte Projekt, wollen aber nichts überstürzen und noch mehrere Fragen beantwortet wissen. So soll unter anderem noch ein genaues Konzept auf den Tisch. Darüber hinaus gehe es um einen besseren Überblick über Anfangs- und Folgekosten. Außerdem sei sich die Politik derzeit nicht über einen Standort einig. Das rund 1,4 Hektar große Grundstück westlich der Birkenheider Straße und nördlich der Dummbäke, auf dem – so ein erster Plan – Hecken in mehr als 60 Formen angelegt und präsentiert werden könnten, stieß nicht bei allen Fraktionen auf Gegenliebe. Bessere Standorte sind laut FDP beispielsweise beim geplanten Aussichtsturm in Hohenböken oder beim Informations- und Dokumentationszentrum Stedingsehre in Bookholzberg – zwei Projekte, die es zwar noch nicht gibt, aber in diesem Jahr umgesetzt werden sollen.

Kosten für Heckengarten auf drei Jahre verteilt

Stand jetzt: Mit knapper Mehrheit hat sich der Finanzausschuss beim Projekt Heckengarten, für das die Verwaltung bisher Gesamtausgaben in Höhe von mehr als 500.000 Euro kalkuliert hat, auf eine Verteilung der Projektkosten auf die Jahre 2019 bis 2021 geeinigt. Außerdem sollen zunächst alle offenen Fragen beantwortet werden.