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Forschertag „Forsch mit!“ Ganderkeseer Schüler forschen mit ihren Eltern

Von Lennart Bonk, Lennart Bonk | 08.06.2017, 10:37 Uhr

Beim Eltern-Kind-Forschertag an der Grundschule Lange Straße forschten die Schüler unter Anleitung von Studenten der Uni Oldenburg an naturwissenschaftlichen Experimenten. Anschließend erklärten sie ihren Eltern den Versuch.

„Motivierte Lehrer fallen nicht vom Himmel“, weiß René Jonker, Schulleiter der Grundschule an der Langen Straße, „Wir brauchen Leute mit praktischer Erfahrung.“ Diese praktische Erfahrung konnten am Mittwoch knapp 60 Lehramtsstudenten der Universität Oldenburg sammeln. Beim Eltern-Kind-Forschertag an der Grundschule Lange Straße „Forsch mit!“ haben die Studierenden, die sich im zweiten Semester befinden, erstmals Luft als Lehrer geschnuppert.

Rund 160 Eltern haben die Schulbank gedrückt

Am Vormittag haben die Studenten die Kinder an naturwissenschaftliche Experimente herangeführt. Die Themengebiete Magnetismus, Luft, Wasser und Brücken standen auf dem Lehrplan. Nachmittags schlüpften die Schüler in die Rolle des Lehrers und leiteten ihre Eltern durch den Versuchsaufbau. Rund 160 Eltern haben die Schulbank gedrückt. „Für die Kinder ist es ein tolles Gefühl ihren Eltern zu zeigen, was sie gelernt haben“, freut sich Jonker.

Schüler erforschen den „Unterwasservulkan“

Eine Gruppe von jungen Forschern widmete sich dem „Unterwasservulkan“-Experiment. Dabei wurde ein Gefäß mit Lebensmittelfarbe und heißen Wasser in ein Glas mit kaltem Wasser getaucht. Die warme Lebensmittelfarbe sprudelt, wie bei einem Vulkan,aus dem Gefäß. Das Versuchsergebnis hielten die jungen Forscher auf einem Plakat fest: „Das heiße Wasser tritt aus dem kleinen Gefäß aus, da sich die Teilchen mehr bewegen und mehr Platz brauchen. Die Teilchen im kalten Wasser bewegen sich weniger, daher ist das heiße Wasser leichter. Sobald das heiße Wasser abgekühlt ist, sinkt es zu Boden.“

„Das Projekt ist eine Win-Win-Situation für alle Parteien“

Auch für die Studierenden ist das Projekt, das in Zusammenarbeit zwischen der Grundschule, der Uni Oldenburg und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ organisiert wurde, eine tolle Gelegenheit. „So viel Praxis im zweiten Semester ist selten“, erklärt Uni-Dozentin Ines Oldenburg. So können die Studenten sehen, ob ihnen die Arbeit mit Kindern liegt. „Das Projekt ist eine Win-Win-Situation für alle Parteien“, lautet Jonkers Fazit.