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Forstbetriebsgemeinschaft Waldbesitzer im Landkreis Oldenburg kämpfen um Holzpreise

Von Kristina Roispich | 22.05.2017, 19:08 Uhr

Noch immer haben Waldbesitzer mit niedrigen Preisen für Holz zu kämpfen. Das ist unter anderem auch Thema bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Oldenburg-Delmenhorst in Iserloy gewesen.

Die Preise für frisches Nadelstammholz seien gut und teilweise sogar steigend, berichtet Günter Westermann, Vorsitzender der Gemeinschaft. Sorgen bereite allerdings nach wie vor die Marktlage beim Brenn- und Kaminholz sowie bei Hackschnitzeln: Für Industrieholz gebe es ein Überangebot und auch beim Hartholz sei die Nachfrage schwach. „Das sind Dinge, die uns immer noch Probleme machen“, so Westermann.

Auch die Förderpolitik des Landes Niedersachsen bezüglich Unterbauten ist laut Westermann für die Waldbesitzer nach wie vor unbefriedigend. Während vor allem Laubholz finanziell gefördert werde, müsse eigentlich das Nadelholz mehr in den Vordergrund gerückt werden. „Das müssen wir mit Eigenmitteln machen. Da wünsche ich mir mehr Unterstützung vom Land“, so der Vorsitzende.

Waldbestände besichtigen

Vor der Versammlung konnten die Laubholz-Erstaufforstungsflächen der Heinz-Wieker-Stiftung gemeinsam mit Bezirksförster Hubert Brüning besichtigt werden.

Die Tagesfahrt im vergangenen Jahr führte die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft ins Fuhrberger Holz bei Hannover, wo ihnen die Waldwirtschaft in Wasserfördergebieten gezeigt wurde, wie Westermann berichtete. In der ersten Septemberwoche ist die diesjährige Drei-Tages-Fahrt nach Oberfranken geplant, wo die Waldbestände besichtigt werden sollen.