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Fraktionen bisher nicht einig Ganderkeseer Rat entscheidet über schützenswerte Bäume

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 20.09.2017, 13:09 Uhr

In der Ganderkeseer Ratssitzung am Donnerstag, 21. September, geht es unter anderem um die Unterschutzstellung von 26 Bäumen auf privaten Grundstücken.

Auf den ersten Blick scheint die Tagesordnung der Ratssitzung in Ganderkesee am Donnerstag, 21. September, nicht besonders spektakulär zu sein. Doch neben der Städtepartnerschaft mit der polnischen Kommune Pułtusk, dem Thema Bewerbergewinnung für den Erzieherbereich und der Straßenbenennung für das Baugebiet nördlich Adelheider Straße geht es ab 18 Uhr um das Thema Baumschutz. Und da waren die Mitglieder des Umweltausschusses zuletzt gespalten.

„Orgie von Unterschutzstellungen“

Im Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz hatten sich CDU, FDP, UWG und Freie Wähler mit sechs Stimmen dafür ausgesprochen, die Satzung zur Unterschutzstellung von Bäumen auf privaten Grundstücken zu kippen. Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler, sprach sogar von einer „Orgie von Unterschutzstellungen“. Es sei auch widersinnig, Bäume unter Schutz zu stellen, wenn die Eigentümer die Bäume gar nicht beseitigen wollten. Es handele sich um einen Eingriff in die Eigentumsrechte Privater, der nicht zu begründen sei, hieß es. Einige Fraktionen würden nur noch in ausgesuchten Einzelfällen, in denen unstrittig eine ortsbildprägende Wirkung eines Baumes vorliege, eine Unterschutzstellung mittragen. SPD und Grüne, zusammen ebenfalls mit sechs Stimmen, sprachen sich für die Unterschutzstellung aus.

26 Bäume in der Diskussion

Im Einzelnen geht es um Bäume auf folgenden Grundstücken: Hauptstraße 45c in Falkenburg (ein Baum), Zur Wassermühle 15 und Neue Straße 13 in Elmeloh (sechs), Nutzhorner Straße 10a in Bookholzberg (elf), Kehnmoorweg 55 in Stenum (einer) sowie Birkenweg 28 und 30 in Rethorn (sieben).