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Freibadsanierung in Ganderkesee Größeres Kursbecken mit Lifter gefordert

Von Dirk Hamm | 06.09.2017, 10:44 Uhr

Dem Selbsthilfe-Arbeitskreis reichen die Pläne für das zu bauende Kursbecken im Freibad nicht aus. 12,5 Meter Beckenlänge seien für Schwimmangebote zu kurz.

Das Freibad Ganderkesee soll im Zuge der anstehenden Sanierung im Eingangsbereich ein überdachtes Kursbecken erhalten – doch wie dieses konkret gestaltet wird, ist noch zu klären. Eine erste politische Weichenstellung war im Juli erfolgt, demnach soll das Becken nur 12,5 statt 16,6 Meter in der Länge messen.

Der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfe- und Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee (ASG) reicht das nicht aus: Eine Beckengröße von 16,6 mal acht Metern sei „unverzichtbar“, heißt es in einer Stellungnahme der ASG. Ansonsten bleibe es „‚nur‘ ein Kursbecken“, schreibt die ASG-Vorsitzende Sabine Bretzke.

ASG will Wassertemperatur von mindestens 30 Grad

Der Selbsthilfe-Arbeitskreis hält laut Bretzke für ein Kurs- und Therapiebecken eine Wassertemperatur von 30 bis 33 Grad für unabdingbar, außerdem einen barrierefreien Zugang, einen Hubboden zwischen 0,9 und 1,35 Meter Tiefe sowie die Ausstattung unter anderem mit einem Lifter mit Stuhl, einer Treppe statt einer Leiter und Steckdosen für Elektroscooter. Ein solchermaßen ausgerüstetes Becken spreche auch Menschen mit Beeinträchtigungen als Zielgruppe an und schaffe Möglichkeiten für Rehasportangebote, Präventionskurse, Krankengymnastik und Therapie.

Eine Wassertemperatur von nicht unter 30 Grad wünscht sich auch der Seniorenbeirat der Gemeinde, wie dessen stellvertretender Vorsitzender Rüdiger Laudien am Dienstag auf Nachfrage erklärte. Zu weiteren Einzelheiten verwies er jedoch darauf, dass der Beirat eine eigene Stellungnahme noch vorbereite. Er rechne nicht damit, dass sich die größere Variante in den politischen Beratungen, die voraussichtlich mit einer Sondersitzung des Rates am 26. Oktober abgeschlossen werden, durchsetzt, sagte Laudien.

Fragen zum Kursbecken im Sozialausschuss

Mit dem Thema Kursbecken befasst sich am Donnerstag, 7. September, der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft, der ab 18 Uhr im Rathaus tagt. Die FDP-Fraktion hatte einen Fragenkatalog hinsichtlich des Bedarfs für ein Kursbecken an die Verwaltung gesendet. Laut Mitteilungsvorlage für den Ausschuss gibt es Wartelisten für Schwimmkurse im Hallenbad, bei der DLRG, beim Schwimmverein und im Therapiezentrum am Fuchsberg. Daneben bestehe „eine spürbare Nachfrage nach anderen Kursangeboten im Wasser“, die in Ganderkesee bisher nicht abgedeckt werden könne.

Auf der Tagesordnung des Sozialausschusses stehen morgen außerdem die Gebührenstruktur für die Kitas, die laut Verwaltung „vorerst“ nicht geändert werden soll, sowie ein Antrag der Linken für einen Ausbau der Barrierefreiheit in gemeindeeigenen Gebäuden.