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Freibadsanierung und neues Kursbecken Ganderkeseer wollen Millionen-Projekt auf den Weg bringen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 17.10.2017, 08:31 Uhr

Jetzt geht es ins Detail: Politik und Verwaltung in der Gemeinde Ganderkesee wollen die Themen Freibadsanierung, Neubau Kursbecken und Eingangsbereich auf den Weg bringen. Bis Donnerstag, 26. Oktober, folgen drei wichtige Ausschusssitzungen und eine Ratssitzung, in der eine endgültige Entscheidung getroffen werden soll.

Rat und Verwaltung der Gemeinde Ganderkesee wollen in den nächsten Tagen ein Millionen-Projekt auf den Weg bringen. Dabei geht es um die Sanierung des Freibades, den Bau eines Kursbeckens und einen neuen Eingangsbereich beim Schwimmbad. Geschätzte Kosten aktuell: rund 8,55 Millionen Euro. Am Mittwoch, 18. Oktober, beginnen die Beratungen in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesellschaft, einen Tag später folgt der Finanzausschuss, am Mittwoch, 25. Oktober, gibt es eine zusätzliche Sitzung des nichtöffentlichen Verwaltungsausschusses. Und am Donnerstag, 26. Oktober, soll der Rat eine endgültige Entscheidung treffen.

Hoffen auf Fördermittel

In den vergangenen Wochen haben Verwaltung und Planungsbüro noch einmal hin und her gerechnet und günstige Alternativen zu bisherigen Umbauideen ins Gespräch gebracht, um noch jede Menge Geld sparen zu können. Außerdem besteht die Hoffnung auf Zuschüsse seitens der lokalen Aktionsgruppe Leader im Naturpark Wildeshauser Geest für das Kursbecken in Höhe von 100.000 Euro sowie für den Kleinkindbereich in Höhe von 50.000 Euro.

Weitere Alternativen aufgezeigt

Einbezogen in die derzeitige Berechnung sind nach Angaben der Verwaltung Einsparungen bei den Beckenköpfen für das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. Statt Edelstahlbeckenköpfen könnte es auch Betonfertigteile, ausgekleidet mit foliertem Blech, geben. Das wäre etwa 220.000 Euro günstiger. „Und im täglichen Betrieb sowie bei der Nutzung dieses Beckenkopfes durch den Freibadbesucher ergeben sich keine Nachteile“, so die Verwaltung. Auf den überdachten Zugang vom Umkleidegebäude zum Schwimmerbecken könnte verzichtet werden. Einsparvolumen: etwa 117.000 Euro. Einige zehntausend Euro ließen sich auch einsparen, wenn beim Nichtschwimmerbecken Großteile der Rutsche erhalten bleiben statt sie abzureißen und neu aufzubauen und wenn beispielsweise im geplanten Kleinkindbereich statt Tartanbelag ein Boden in Pflasterbauweise eingebaut wird.

Kleineres Kursbecken günstiger

Außerdem könnten beim Bau des überdachten Kursbeckens rund 250.000 Euro weniger ausgegeben werden, wenn sich die Politik für ein Becken in der Größe 8 mal 12,5 Meter statt 8 mal 16,66 Meter entscheidet. „Das um circa 33 Quadratmeter kleinere Becken hat lediglich den Nachteil, dass die Beckenlänge für alle sport- und gesundheitsorientierten Nutzer weniger attraktiv ist, da häufiger gewendet werden muss“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Auf das Kursangebot habe die kleinere Variante keinen dominanten Einfluss.

Sanierung über den Haushalt

Verwaltung und Planungsbüro schätzen die Kosten für Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken einschließlich Technik und Außenumkleiden, für den Kleinkindbereich und das Außengelände auf knapp fünf Millionen Euro. Diese Kosten sind laut Verwaltung dem klassischen Haushalt der Gemeinde zuzurechnen. Dazu würde dann noch ein Kostenanteil für den neuen Eingangsbereich in Höhe von 800.000 Euro hinzukommen, der dem Freibad anzurechnen ist. Die Kosten des reinen überdachten Kursbeckens in Höhe von 2,1 Millionen Euro sowie der hauptsächlich der Sauna zugeschriebene Kostenanteil für die neuen Personalräume im Eingangsbereich in Höhe von 700.000 Euro sollen sich künftig durch folgende Einnahmequellen refinanzieren: Eintrittserlöse, Gastronomieumsätze und Kursgebühren. Wie der Bau zunächst finanziert werden soll, muss noch beschlossen werden.