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Frieden und Völkerverständigung VDK geht auf die Jugend zu

Von Reiner Haase | 15.03.2015, 07:00 Uhr

Carsten Harings hat den Kreisvorsitz im VDK übernommen, und Jürgen Meyer führt jetzt die Geschäfte. Der Verband weist auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Schulen hin.

Carsten Harings ist neuer Kreisvorsitzender des Verbands Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), und Jürgen Meyer führt die Geschäfte des Kreisverbands. Harings will vor allem die Jugend stärker darauf aufmerksam machen, dass man sich gegenseitig gut unterstützen kann. „Als Landrat habe ich die Kontakte zu den Schulen. Die kann ich nutzen“, sagte Harings bei der Übergabe der Ernennungsurkunde durch die Bezirksgeschäftsführerin Evelyn Kremer-Taudien.

Der zentrale Tag im Kalender ist für den VDK der Volkstrauertag Mitte November. „Es ist unser aller Verpflichtung, der vielen Soldaten , die ihr Leben in den beiden Weltkriegen verloren haben, ein ehrendes Andenken zu bewahren“, sagt Harings. Das Erinnern sei der Versuch, die Wiederholung der schrecklichen Ereignisse zu vermeiden. Gelegenheiten zu internationalem Austausch ergäbe sich in den Jugendcamps zur Pflege von Kriegsgräbern im Ausland. „Die Pflege der Gedenkstätten im Inland ist Sache der Kommunen“, erläutert Kremer-Taudien.

Bürger zeigen

Bereitschaft zu Spenden

In der Zeit rund um den Volkstrauertag laufen die Haus- und Straßensammlungen des VDK. „Die Spendenbereitschaft der Bürger ist da“, berichtet Kremer-Taudien. Im letzten Jahr seien im Landkreis Oldenburg 10000 Euro zusammengekommen, im Bezirk Weser-Ems knapp 250000 Euro. Als Sammler werden aktive Soldaten und Reservisten ausgesandt, in Hude und Ahlhorn auch Schüler der Peter-Ustinov-Schule und des Graf-Zeppelin-Schule.

Harings und Meyer wollen versuchen, wieder mehr junge Leute einzuspannen. „In der Vorbereitung aufs Sammeln werden die Schüler aufs Thema Krieg und Frieden vorbereitet. Sie wissen dann, warum sie von Haustür zu Haustür gehen“, erläutert Kremer-Taudien. Der VDK in Oldenburg habe mit Marco Wingert einen Bildungsbeauftragten.

Wingert ist auch der Ansprechpartner für Ausstellungen mit Begleitmaterial, die der VDK den Schulen zur Verfügung stellt. Laut Kremer-Taudien sind die Ausstellungen „Was heißt hier Frieden“, „Inklusion – ohne Angst verschieden“ (erstellt mit dem Sozialverband Deutschland) und „14/18 – Mitten in Europa“ verfügbar. In diesem Jahr komme die Ausstellung „70 Jahre nach dem Kriegsende“ dazu.