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Frist für Quote verlängert Ganderkesee hat mehr Zeit für Flüchtlingsaufnahme

Von Thomas Breuer | 17.03.2016, 16:54 Uhr

Die Gemeinde Ganderkesee hat überraschend mehr Spielraum für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge bekommen.

Ursprünglich war im vergangenen Dezember eine Quote festgelegt worden, der zufolge sie bis Ende März weitere 305 Personen aufnehmen sollte. Diese Frist war dann bis zum 30. April verlängert worden, ehe sie nun bis Ende Juli ausgedehnt wurde. Da in den vergangenen Wochen bereits etliche Personen neu aufgenommen wurden, muss Ganderkesee bis dahin noch 94 Menschen Wohnraum bieten.

„Das wird uns gelingen“, sagt der Verantwortliche

Christian Badberg, Fachdienstleiter Internes und Asyl bei der Verwaltung, ist sich sicher, dass die Gemeinde den zeitlich entzerrten Anforderungen nachkommen kann. „Das wird uns gelingen“, sagt er. Auch durch den Bau der beiden Mobilhallen im Stadion Ganderkesee und am Wellenhofsweg in Bookholzberg sei die Gemeinde gut aufgestellt und deutlich flexibler.

Insgesamt leben laut Verwaltung zurzeit 483 Flüchtlinge in der Gemeinde. Davon kommen 225 aus Syrien, 104 aus dem Irak und 83 aus Albanien. Diese Zahlen beziehen sich auf Personen, die aktuell unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen.

52 Flüchtlinge sind gerade neu eingetroffen

Einrechnet sind in diese Zahlen schon 52 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die am Donnerstag in Bookholzberg eingetroffen sind und in der dortigen Mobilhalle wohnen werden. Da einige der bisher dort lebenden Menschen in Wohnungen umgezogen sind, ist die Mobilhalle aktuell mit 60 Menschen belegt. In der Halle in Ganderkesee leben aktuell 53 Flüchtlinge, diese Zahl wird sich nach angaben der Verwaltung bereits in der kommenden Woche wieder erhöhen.

Gemeinde sucht weiter Mietwohnungen

„Insgesamt sind rund 70 Prozent aller Flüchtlinge in der Gemeinde Ganderkesee dezentral in Wohnungen oder Wohngemeinschaften untergebracht“, betont Badberg. Es sei immer wieder möglich, Flüchtlinge aus den Notunterkünften in Wohnungen unterzubringen. „Wer Wohnraum anbieten möchte, kann sich weiterhin unter der Telefonnummer (04222) 44-500 im Rathaus melden“, sagt er.