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„Frühe Hilfen“ im Landkreis Oldenburg Netzwerk für Familien soll ausgeweitet werden

Von Kristina Müller | 23.11.2017, 18:27 Uhr

Wildeshausen/Landkreis Oldenburg. Nach der dritten Netzwerkkonferenz „Frühe Hilfen im Landkreis Oldenburg“ in Wildeshausen ist ein weiterer Ausbau der Netzwerke in Harpstedt, Großenkneten und Dötlingen in Sicht.

Hebammen, Kinderärzte, Erzieher und viele weitere, die sich beruflich mit Kindern unter drei Jahren befassen, sind am Mittwochabend zu einer Netzwerkkonferenz im Kreishaus in Wildeshausen zusammengekommen. Ihr Ziel: Junge Familien unterstützen.

Das erste Netzwerk „Frühe Hilfen“ hatte sich 2013 gegründet, wie Beate Pollak berichtete. Pollak ist Netzwerkkoordinatorin „Frühe Hilfen“ im Jugendamt des Landkreises Oldenburg und organisiert die jährlichen Konferenzen, inzwischen schon zum dritten Mal, für die regionalen Netzwerke. Drei sind es inzwischen an der Zahl: Die Netzwerke Ganderkesee/Hude und Wardenburg/Hatten kamen erst im vergangenen Jahr hinzu.

Bedarf an Ärzten im Netzwerk

„Unser Ziel ist es, durch die Vernetzung gute Ansprechpartner zu vermitteln, beispielsweise in Gesundheits- oder Entwicklungsfragen“, erklärte Jugendamtsleiter Martin Ahlrichs. Deshalb seien alle Arbeitsfelder, die mit Familien mit Kindern bis drei Jahren zu tun haben, in dem Netzwerk vertreten. So auch Mitarbeiter aus Beratungs- und Frühförderstellen sowie Heilberufen wie Logopäden, Ergo- und Psychotherapeuten.

Allerdings gebe es noch Bedarf an Ärzten im Netzwerk, berichtete Ahlrichs. Und auch der Wunsch nach mehr Präsenz des Jugendamtes durch Sprechstunden in den einzelnen Orten sei bei der Konferenz geäußert worden. „Aber vor allem die Versorgung von werdenden Eltern mit Hebammen im ländlichen Raum ist eine besondere Herausforderung der Zukunft“, betonte der Jugendamtsleiter.

„Netzwerk flächendeckend ausbauen“

Innerhalb der einzelnen regionalen Netzwerke gibt es verschiedene Projekte: So werde derzeit in Wildeshausen daran gearbeitet, die dortigen Einrichtungen vorzustellen, erzählte Pollak. In Hude arbeite man daran, einen Katalog mit den Angeboten in der Region über die frühen Hilfen zu erstellen und in Hatten würden Beratungsangebote für Eltern zum Thema Medien eingerichtet.

„Unsere nächste Aufgabe ist es, den Landkreis flächendeckend mit Netzwerkstrukturen auszubauen“, sagte Pollak. So soll in Harpstedt und Großenkneten jeweils ein Netzwerk aufgebaut und Dötlingen in das Wildeshauser Netzwerk integriert werden.