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Gabriele Möller-Lukasz begeistert Schauspielerin nimmt Ehe und Liebe ins Visier

Von Katja Butschbach | 11.04.2015, 19:33 Uhr

„Frühling, Liebe und andere Unwägbarkeiten“ hat Gabriele Möller-Lukasz am Freitag im Haus Müller thematisiert. Am Ende gab es Bravo-Rufe.

Ganderkesee. Anekdoten über die Liebe, Ratschläge für die Ehe, Klagen über den wankelmütigen April: Die Bremer Schauspielerin Gabriele Möller-Lukasz hat am Freitagabend im Kulturhaus Müller ihr Publikum mit geistreichen Zitaten und Gedichten begeistert.

Die Schauspielerin, die kürzlich den Publikumspreis der Volksbühne Bremen erhalten hatte, bekam bei dem poetischen Abend unter dem Titel „Carte blanche“ immer wieder zustimmende Kommentare aus dem Publikum. Sie trug so mitreißend vor, dass die Stimmung bei den Besuchern je nach gelesenem Text rasch von Heiterkeit zu Nachdenklichkeit und wieder zurück wechselte.

Die Schauspielerin las vor 25 Besuchern aus dem Schüleraufsatz „Die Frau als Problem“ vor – und widmete sich auch einem ihrer Lieblingsgedichte: „Atmosphärische Konflikte“ von Erich Kästner, in dem die Bäume im Frühling nach dem Wetter schielen und sich fragen „ob nun raus mit die Blätter oder rin mit die Blätter“. Sie spielte Gitarre, sang vom alten Schulhof, auf dem sie ihr erstes Rendezvous hatte, und philosophierte über den Ursprung der Frau und die Entstehung des Kusses. Mit den Ratschlägen für heiratslustige Mädchen gab sie den Damen im Publikum zugleich Gelegenheit zu prüfen, ob sie den richtigen Mann gefunden hatten.

Eine nachdenklichere Seite bekam der Abend mit Texten von Kurt Tucholsky: Sie las über die Ehe, Enttäuschungen und von trügerischen Versprechen.

Am Ende gab es Bravo-Rufe für die Künstlerin. Offen ist, ob sie noch einmal in Ganderkesee gastiert: „Ich bleibe dran, und sie möchte auch gern“, sagt Dr. Wiebke Steinmetz, die bei der regioVHS für den Bereich Kultur zuständig ist. Sie forderte die Besucher auf, es weiterzusagen, wenn der Abend gefallen hat – damit beim nächsten Mal mehr Gäste da sind.