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Ganderkeseer Feuerwehr „Lieber ein Rauchmelder mehr als zu wenig“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 16.12.2017, 07:32 Uhr

Echte brennende Kerzen im Adventskranz und im Weihnachtsbaum – da lauern Gefahren. Die Ganderkeseer Feuerwehr und die Polizei geben Tipps, wie man Brände verhindern kann. Christian Zoschke, Sprecher der Feuerwehr in Ganderkesee, rät sogar, grundsätzlich Rauchmelder in jedem Raum mit elektrischen Geräten anzubringen.

„Der Rauch ist gefährlicher als das Feuer. Bevor man verbrennt, ist man schon längst ohnmächtig oder sogar bereits erstickt.“ Das sagt Christian Zoschke, Sprecher der Feuerwehr in der Gemeinde Ganderkesee, auf dk-Nachfrage. Er gibt Tipps, wie Brände verhindert werden können und wie man sich verhält, wenn es doch schon zu einem Feuer gekommen ist – gerade jetzt in der Advents- und Weihnachtszeit.

Empfehlung: Auch Rauchmelder für die Küche

Es gebe zwar keine gesetzliche Regelung dafür, er empfehle allerdings generell funktionsfähige Rauchmelder für jeden Raum, in dem elektrische Geräte angeschlossen sind. Er rät auch dazu, Rauchmelder in der Küche anzubringen, um schneller reagieren zu können, wenn beispielsweise mal – wie Anfang Dezember in Ganderkesee – eine Pizza im Ofen vergessen wird und ein Brand entsteht. Oder wenn eine Dunstabzugshaube brennt. „Man muss den Rauchmelder ja nicht direkt über dem Herd oder beim Backofen anbringen“, so Zoschke. Und wenn doch mal zu heiß gekocht werde, könne man den Melder auch wieder abstellen. Zoschkes Motto, dem Gemeindebrandmeister Bernd Lembke beipflichtet: lieber ein Rauchmelder mehr als zu wenig.

Nur Tür schließen, wenn man sich nicht gefährdet

Sollte es doch einmal zu Rauch und Feuer kommen, sollte man laut Zoschke versuchen, die Tür zum Raum, in dem der Brand entstanden ist, zu schließen – „aber nur, wenn es noch möglich ist und auf gar keinen Fall, wenn man sich selbst dabei gefährdet“, warnt der Pressesprecher. Dann heißt es: schnell Feuerwehr alarmieren und raus aus dem Haus.

Präventionstipps der Polizei

Eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen sollten auch bei Kerzen in Gestecken sowie am Weihnachtsbaum und auch bei Lichterketten ergriffen werden. Dazu rät Désirée Krikkis, Polizeisprecherin der Inspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, brennende Kerzen und offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Bei Adventsgestecken und bei echten Kerzen im Tannenbaum sollte man immer darauf achten, dass genügend Abstand zwischen Kerze und Dekoration beziehungsweise Zweig ist. „Tannenzweige trocknen mit der Zeit aus und sind daher leichter und schneller entflammbar“, so die Polizeisprecherin, die außerdem zu ausreichendem Abstand beispielsweise zu Vorhängen und Teppichen rät. Wichtig sei darüber hinaus, von vornherein für einen festen und sicheren Stand des Weihnachtsbaumes zu sorgen und auch daran zu denken, Lichterketten mit entsprechendem Prüfsiegel zu verwenden und Steckdosen nicht zu überlasten.

Kinder bei echten Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen

Und noch ein Tipp: Kinder mit Kerzen, Feuerzeugen und Streichhölzern nie unbeaufsichtigt lassen „und lieber keine Gestecke mit echten Kerzen in Kinder- und Jugendzimmer stellen“, so Feuerwehrsprecher Zoschke, der außerdem dazu rät, einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit zu haben. „Ich kann mich zwar nicht an einen Brand in der Gemeinde Ganderkesee erinnern, der durch einen Adventskranz oder Tannenbaum ausgelöst wurde“, sagt Gemeindebrandmeister Lembke. Es sei aber jedes Jahr aufs Neue wichtig, auf Vorsichtsmaßnahmen hinzuweisen.