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Ganderkeseer Finanzausschuss Gemeinde will in Verkehrsprojekt Am Hohenborn neu einsteigen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 13.12.2017, 16:01 Uhr

Im Ganderkeseer Finanzausschuss haben die Fraktionen über eine Reihe von Anträgen abgestimmt. Länger diskutiert wurde über Planungsmittel für das Verkehrsprojekt Am Hohenborn mit Schließung des Bahnübergangs und Neubau einer Entlastungsstraße in Hoykenkamp. Im nächsten Jahr soll es neue Gespräche geben.

Das Verkehrsprojekt Am Hohenborn mit Schließung des Bahnübergangs in Hoykenkamp ist nicht vom Tisch, dafür aber die Planungsmittel in Höhe von 50.000 Euro für den Haushalt 2018. Darauf haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am Dienstagabend mehrheitlich geeinigt. Zehn Politiker folgten dem Antrag der CDU sowie dem Vorschlag der Verwaltung. Es gab drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung.

Hespe gegen Streichung der Mittel für Hoykenkamp

Hans-Jürgen Hespe (FDP) war das allerdings überhaupt nicht recht: „Die Mittel müssen drinbleiben. Da geht es um ein großes Projekt“, sagte der Ratsherr. Die Schließung des Bahnübergangs sei damals den Anliegern der Straße Am Hohenborn versprochen worden. „Ich nehme das ernst. Wir stehen da im Wort“, so Hespe, der auf alte Pläne mit einer Entlastungsstraße aus Richtung Schierbroker Straße mit Brücke über die Bahn in Richtung Quellenweg verwies.

Wessel: Gespräche ja, aber keine Planungsmittel

„Wir wollen in dieses Thema neu einsteigen“, erklärte Bürgermeisterin Alice Gerken. Im nächsten Jahr soll es neue Gespräche geben. Kommentar von Ralf Wessel (CDU): „Es ist wichtig, darüber zu sprechen. Dafür brauchen wir aber im nächsten Jahr keine Planungsmittel.“

Sperrvermerk für Querungshilfe

Länger diskutiert wurde auch über den Antrag der FDP, eine Querungshilfe an der Kreuzung Trendelbuscher Weg/Bahnhofstraße/Forstweg zu bauen, um den Bereich vor allem für Schulkinder der Grundschule Schierbrok sicherer zu machen. Da müsse allerdings eine „ganzheitliche Lösung“ her, sagte Carsten Jesußek, Fraktionschef der UWG, der darauf hinwies, dass es auf der gegenüberliegenden Seite der Schule derzeit noch keinen Fußweg gibt. Laut Verwaltung ergibt sich allerdings aus dem neuen Verkehrsentwicklungsplan die Empfehlung, den Gehweg vom Brookweg bis zur Einmündung des Forstweges fortzuführen, um danach eine Querungshilfe zu errichten. Vorschlag von SPD-Fraktionschef Werner Brakmann: 50.000 Euro für die Planung im Haushalt bereitstellen, aber mit einem Sperrvermerk versehen und dann bei hoher Priorität wieder freigeben. Damit konnten sich alle Ausschussmitglieder anfreunden.

Beim Radweg in Bergedorf geht es voran

Ein ebenfalls einstimmiges Ergebnis gab es beim Thema Radweg an der Straße Ohe in Bergedorf: 50.000 Euro an Planungskosten sollen bereitgestellt werden. Und auch bei der Gehwegergänzung am Vollersweg waren sich alle einig, die Baukosten in Höhe von rund 51.000 Euro im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen. Ob es dagegen einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro für den „mobilen Einkaufswagen“ gibt, bleibt offen. Das Thema geht noch einmal zurück in den Fachausschuss.