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Ganderkeseer Firma STAROFIT bei Messe „Ganz viele positive Eindrücke“ nach „Iran Oil Show“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 19.05.2016, 09:04 Uhr

Die Ganderkeseer Firma STAROFIT hat laut Prokurist Christian Benedikt gute Kontakte zu iranischen Firmen geknüpft. Eine dreiköpfige Delegation des Unternehmens war jetzt insgesamt neun Tage in Teheran.

Mit „ganz vielen positiven Eindrücken“ ist die dreiköpfige Delegation der Firma STAROFIT jetzt wieder von einer Iran-Reise zurückgekehrt. Das hat Christopher Klose, tätig im Export des Unternehmens, gegenüber dem dk betont. Gemeinsam mit Geschäftsführer Jürgen Schulze und Prokurist Christian Benedikt war er neun Tage in Teheran, um geschäftliche Kontakte zu knüpfen, davon vier als Aussteller auf der Messe „Iran Oil Show“. Kommentar von Benedikt: „Jetzt hoffen wir auf Aufträge.“ Einen ersten Besuch aus dem Iran soll es schon morgen geben, weitere Geschäftsleute werden Ende Mai und Anfang Juni in Ganderkesee erwartet.

Rund 400 Fachgespräche geführt

Klose ist eigenen Angaben zufolge zunächst ohne große Erwartungen zur Messe geflogen. Er habe zwar durchaus gemischte Gefühle wegen der politischen Situation im Iran gehabt. Vor Ort habe man davon allerdings überhaupt nichts gespürt. Nach der Reise habe er einen durchweg positiven Eindruck gehabt. Es seien sehr viele Besucher am Messestand gewesen. Und er habe gemeinsam mit seinen Kollegen rund 400 Fachgespräche geführt – die meisten auf Englisch, eine Reihe sogar auf Deutsch und einige mithilfe von Dolmetschern in der Landessprache Farsi. Kontakte habe es zu 95 Prozent mit Iranern gegeben. Interessiert seien aber auch Geschäftsleute unter anderem aus den Arabischen Emiraten und Südkorea gewesen.

Iraner offen und gastfreundlich

Benedikt sei vor allem von der Offenheit und der Gastfreundlichkeit der Iraner beeindruckt – und von der hervorragenden heimischen Küche. „Das war schon umwerfend“, meint der Prokurist. Im Iran, wegen jahrelanger, aber inzwischen aufgelockerter Wirtschaftssanktionen eher Richtung Russland und China orientiert, findet laut Benedikt derzeit eine bedeutende Entwicklung statt. Dort gebe es für STAROFIT „einen sehr interessanten Markt“. Außerdem habe „Made in Germany“ einen sehr hohen Stellenwert, ergänzt Klose.

Zufällig Mitarbeiter von Meyer Technik getroffen

Bei der „Iran Oil Show“ ging es vier Tage lang rund um die Themen Öl und Gas, angefangen bei der Erschließung von Ölfeldern über den Transportweg über Leitungen bis hin zur Weiterverarbeitung. Mit dabei waren rund 2000 Aussteller aus 35 Nationen. „Fast 100 Unternehmen kamen aus Deutschland“, sagt Klose, der auf der Messe über Rohrformstücke wie Rohrbogen, T-Stück, Reduzierstück und Kappe informierte. Kuriosum am Rande, so Geschäftsführer Schulze: Im selben Hotel in Teheran seien Harald Meyer und Uwe Westphal von der Firma Meyer Technik untergebracht gewesen, die, wie berichtet, ebenfalls wirtschaftliche Kontakte mit iranischen Unternehmen geknüpft und vor Ort Gespräche geführt hatten. „Beide haben wir zufällig beim Frühstück getroffen“, so Schulze.

In naher Zukunft erneut in den Iran

Die STAROFIT-Delegation sei jetzt gespannt, wie sich die Geschäftsbeziehungen weiter entwickeln. In naher Zukunft werde es auch wieder einen Iran-Besuch geben, informiert Schulze. Schließlich sei der persönliche Kontakt äußerst wichtig. Wann es wieder nach Teheran gehe, stehe allerdings noch nicht fest.