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Ganderkeseer Initiative ZWAIG Oldenburger Klärwerk bietet sicheren Arbeitsplatz

Von Ole Rosenbohm | 28.09.2017, 11:23 Uhr

ZWAIG bringt regelmäßig junge Menschen mit Ausbildungsbetrieben zusammen. Jetzt führte die Ausbildungsplatzinitiative Schüler nach Oldenburg.

Die Ganderkeseer Ausbildungsplatzinitiative ZWAIG bringt unermüdlich mögliche Azubis mit Betrieben zusammen. Betriebe, die oft gar nicht im Fokus der jungen Leute in ihren letzten Schuljahren stehen, sagt ZWAIG-Vorstandsmitglied Reinhard Bröker: „Auf manche Berufe kommt man erst mal gar nicht, dabei sind sie oft hochgradig interessant.“

Schüler der IGS Wardenburg

Auf Initiative seines Vereins schauten jetzt Schüler der IGS Wardenburg und des Oldenburger Bildungszentrums für Technik und Gestaltung in der Oldenburger Kläranlage des Wasserverbands OOWV vorbei.

Also bei dem Verband, der für das best kontrollierteste Lebensmittel Deutschlands verantwortlich ist, sagte Bröker: Trinkwasser. Zur Begrüßung gab es erstmal einen Schluck.

Zehn Ausbildungsberufe

Zehn Ausbildungsberufe bietet der OOWV an, darunter Vermessungstechnik, Chemielaborant, Rohrleitungsbau, Fachkraft für Abwassertechnik. Letzteres macht Hauke Groth, zurzeit im zweiten Lehrjahr. Die Wahl habe er nicht bereut, der Job sei abwechslungsreich, die Weiterbildungsmöglichkeiten seien groß.

An den Geruch schnell gewöhnt

Und der Geruch an manchen Stellen auf der Anlage, in der das gesamte Abwasser der Stadt Oldenburg zusammenkommt und aufbereitet wird? Groth: „An den hatte ich mich nach einem halben Tag gewöhnt.“

Demografischer Wandel und ungebrochener Hang zum Studium machen es Betrieben heutzutage schwer, ihre Ausbildungsplätze besetzt zu bekommen. So sind sie Initiativen wie ZWAIG dankbar für die Werbung bei jungen Leuten.

OOWV betreibt 46 Kläranlagen

Janna Speckmann von der Hauptverwaltung des Unternehmens mit 700 Mitarbeitern, 46 Kläranlagen und 15 Wasserwerken von Nordseeküste bis Holdorf sagte den Schülern: „Wir sind stark wachsend, die Übernahmechancen sind gut.“ Und: „Uns wird es immer geben.“ Spannend ist es ja doch, fanden die meisten Schüler, wie die Anlagen es schaffen, die Drecksbrühe aus Klo- und Regenwasser zu reinigen.

Klares Wasser in die Hunte eingeleitet

Anlagenleiter Hand-Gerd Noffke zeigte jeden Schritt der Aufbereitung und auch Kleinzeugs wie Patronen, die ins Klärwerk gespült und in der „Rechenanlage“ herausgefischt wurden. Am Ende des Rundgangs stand die Stelle, an der das plötzlich wundersam klare Wasser in die Hunte geleitet wird. An den Geruch hatten sich die meisten da schon fast gewöhnt.