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Ganderkeseer Politik berät Flüchtlinge in Gewerbegebiet: Unternehmen geben Anregungen

Von Katja Butschbach | 18.11.2015, 07:17 Uhr

Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Westtangente soll geändert werden, um dort Flüchtlinge unterbringen zu können. In die Diskussion bringen sich in einem Schreiben an Ratsleute und Verwaltungsspitze 20 ansässige Unternehmen ein.

Die Unternehmen schlagen eine Zuwegung über die Güterstraße vor, da der Weg in den Ort darüber kürzer sei und somit die soziale Anbindung der untergebrachten Menschen leichter sei. Auch solle es im Gewerbegebiet keinen dauerhaften sozialen Wohnungsbau geben.

Über den Beschlussvorschlag der Gemeinde diskutiert die Politik Donnerstagabend, 19. November 2015, um 18 Uhr im Gemeindeentwicklungsausschuss im Rathaus.

Bestehende Unterkunftsmöglichkeiten weitgehend ausgenutzt

„In der Gemeinde Ganderkesee sind die bestehenden Unterkunftsmöglichkeiten weitgehend ausgenutzt, so dass es erforderlich ist, neue Belegungsstätten zu suchen. Dazu sollen nun Wohncontainer aufgestellt werden, wozu der Gemeinde im Gewerbegebiet an der Westtangente von einem der Gewerbetreibenden ein unbebautes Reservegrundstück angeboten wurde“, heißt es in der Begründung. „Die Gemeinde kann auf dem voll erschlossenen Grundstück kurzfristig Wohncontainer aufstellen, die je nach Belegungserfordernis dort mittelfristig stehen bleiben können. Es ist nicht geplant, hier einen dauerhaften ‚Heimstandort‘ zu schaffen.“ Da bei der Aufstellung des Bebauungsplans die Errichtung von sozialen Anlagen ausgeschlossen wurde, will die Gemeinde nun den Entwicklungsansatz ändern.

Meinungsaustausch mit Verwaltung

In den Sitzungsunterlagen sind auch Einwendungen von fünf Bürgern, darunter Unternehmen, verzeichnet, die große Sorge ausdrücken. Nach Eingang dieser Einwendungen hat es laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn Ende Oktober ein Treffen gegeben, bei dem es einen guten Austausch gegeben habe und Gerüchte aus der Welt geschafft wurden. Das aktuelle Schreiben der Betriebe liege der Gemeinde vor.