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Ganderkeseer SaunaHuus rüstet auf Außenbecken soll Auszeichnung zur Premiumsauna ermöglichen

Von Thorsten Konkel | 19.04.2015, 21:32 Uhr

Das SaunaHuus erhält ein Außenbecken, damit es das Prädikat „Premiumsauna“ führen kann. Am 16. Mai könnte am Heideweg auch die Freibadsaison beginnen. Die Vorbereitungen dazu laufen an.

Kräftig gebuddelt wird hinter dem SaunaHuus am Heideweg: Seit letzter Woche sind die Tiefbauer dabei, den Grund für das neue Außenbecken der Ganderkeseer Sauna vorzubereiten. „Wir sind ganz heiß auf das Becken, sein Fehlen war immer ein Manko und wurde auch bei Gästebefragungen immer wieder deutlich kritisiert“, betont Betriebsleiter Edgar Sauer.

Und erst mit dem neuen Becken bestehe die Möglichkeit, das Gütesiegel einer „Premiumsauna“ des Deutschen Sauna-Bundes zu beantragen. Das Qualitätssystem für Saunaanlagen ist vergleichbar mit den „Sternen“ bei Hotels.

Durch das Außenbecken kämen nach Schätzungen rund 1000 Besucher mehr pro Jahr, das sei wichtig für den Wettbewerb, hatte Dr. Michael Quell von der Betreiberfirma Aquapark vor geraumer Zeit im Ganderkeseer Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen betont. Edgar Sauer weist auf die durch das Becken steigende Verweildauer der Saunagäste hin.

Gemeinde investiert ordentlich in Sauna

Genügend Gründe für die Gemeinde also, um rund 290.000 Euro ins Becken und seine Außenanlagen sowie weitere 33.000 Euro in die Elektroinstallationen zu stecken. „Wir liegen bei den Kosten im Soll, 250.000 Euro sind im Haushalt eingestellt, 40000 standen noch als Rest vom Bau des SaunaHuus selbst drin. Und die Elektroinstallationen übernimmt unser Kommunalservice als In-House-Geschäft, das wir verrechnen können“, sagt Ganderkesees Erster Gemeinderat Rainer Lange.

Nach der Ausschachtung geht es nun mit den Leitungsarbeiten weiter. Mitte der Woche soll bereits die Betonsohle für das vier Meter breite und zehn Meter lange Becken gegossen werden. „In der 20. Kalenderwoche wird das Becken voraussichtlich eingebaut“, kündigt Rainer Loog, im Rathaus Fachdienstleiter Gebäudeservice, an. Nach weiteren Installations- und Pflasterarbeiten hofft Loog, dass das Becken Anfang oder Mitte Juli von den Saunagästen genutzt werden kann. Dann steht auch eine Außendusche zur Verfügung.

Massagedüsen und Beleuchtung

„Das 1,35 Meter tiefe und für Nichtschwimmer ausgelegte Becken wird über Raffinessen verfügen“, weckt Betriebsleiter Sauer die Vorfreude. Neben einer „Sprudelbank“, die am Beckenende sitzende Saunagäste mit sprudelndem Wasser massiert, sorgen weitere in die Wänden eingelassene Massagedüsen für Entspannung. „Auch eine Beleuchtung wird eingebaut“, verriet Sauer.

Saisonstart am 16. Mai möglich

Außer den Arbeiten am Außenbecken laufen auf dem gesamten Außengelände am Heideweg auch die Vorbereitungen für den Start in die Freibadsaison an: „Wir sind wie immer vom Wetter abhängig, hoffen aber auf einen Start am Samstag, 16. Mai“, sagt Sauer. Derzeit sind Clemens Herzog und sein Team dabei, die Beckenumgebung mit Dampfstrahlern auf Vordermann zu bringen. Auch die vom Winterfrost in Mitleidenschaft genommenen Fliesen des Beckenkopfes werden ersetzt. Die größte Herausforderung steht dem Team aber noch bevor: In dieser Saison muss das aus einer riesigen Betonwanne bestehende Schwimmerbecken wieder komplett neu von den Wänden bis zum Boden mit wasserundurchlässiger Farbe gestrichen werden.

Alte Technik hält noch

„Unsere Freibadtechnik“, weiß Loog, „ist alt, aber sie hält.“ Und sollten einmal Reparaturen nötig sein, dann gebe es dafür noch immer Ersatzteile.