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Ganderkeseer Schülerkunstpreis Schüler richten kreative Blicke auf die Welt

Von Alexander Schnackenburg | 16.06.2015, 16:16 Uhr

Am Freitag wird zum vierten Mal der Ganderkeseer Schülerkunstpreis vergeben. Eine Jury bewertet die Bilder und wählt die 50 Arbeiten für eine Ausstellung im KulturHaus Müller aus.

Gesichter frontal und im Profil, Hinterköpfe vor dem großen Chaos, diffuse Lichter in der Ferne, Bildschirme allerorts wie aller Größen, dazwischen einsame Menschen: Die Schüler des Gymnasiums und der Oberstufe Ganderkessee sowie der Schule an der Ellerbäke haben das Thema „Meine Welt in dieser Welt“ augenscheinlich höchst unterschiedlich interpretiert, vor allem aber zu Papier gebracht. Am kommenden Freitag, 19. Juni, gipfelt der diesjährige, nunmehr 4. Ganderkeseer Schülerkunstpreis des Freundeskreises KulturHaus Müller sowie der regioVHS in der Vernissage zum Wettbewerb: ab 19 Uhr im KulturHaus Müller, das in der Folge rund 50 der über 400 Schülerbilder einen Monat lang ausstellt.

Individuelle Blickwinkel und vielfältige Techniken

So individuell der Blick der Schüler auf „ihre Welt in dieser Welt“, so unterschiedlich die Techniken, derer sie sich bedienten. Malten die einen ihr Bild mit Wasserfarben, so setzten andere auf Acryl, wieder andere auf Ölfarben. Beinahe überfrachtete Collagen sind ebenso dabei wie geradezu abstrakte, aufs Wesentliche konzentrierte Skizzen und Gemälde – fast unmöglich für die Jury um die Kunstpädagogin Wiebke Steinmetz von der regioVHS passende Kriterien für die Preisverleihung am Freitag festzulegen. Jury-Mitglied Dirk Schulte Strathaus verrät indes, dass der Jury die Aussagekraft der Bilder noch ein wenig wichtiger sei als die technische Qualität der thematischen Umsetzung.

Ausstellung im KulturHaus Müller als Motivation

Bereits im Vorfeld haben die Initiatoren zwischen vier teilnehmenden Gruppen unterschieden: jener der Klassenstufen fünf und sechs, jener der Siebt- und Achtklässler, der Neunt- und Zehntklässler sowie der Sekundarstufe II. Bei letzten handelt es sich vornehmlich um Schüler, die Kunst als Leistungskurs belegt haben. Ihre Lehrerin Anna Faigle hat im Unterricht den Eindruck gewonnen, dass die meisten von ihnen – im Unterschied zu jüngeren Schülern – den Abgabetermin sowie die Ausstellung als große Motivation empfunden haben. Andere, so Hannes Bogun vom Freundeskreis des Kulturhauses, seien hingegen minder scharf darauf gewesen, ihre Bilder der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Arbeit mit Pinsel und Farbe wirkt friedensstiftend

Birgit Schmadtke wiederum, die an der Oberschule Kunst unterrichtet, hat beobachtet, dass gerade jene Schüler „die reizvollsten Bilder“ hervorgebracht hätten, welche in den Pausen unter verstärkter Beobachtung der aufsichtführenden Lehrer stünden. So gesehen scheint die kreative Arbeit der Schüler mit Pinsel und Farbe obendrein friedensstiftend gewirkt zu haben – allemal passend zum Thema „Meine Welt in dieser Welt“.