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Ganderkeseer VdK wünscht Umbau Hoffnung auf Barrierefreiheit in Augenarztpraxis

Von Andreas Satzke, Andreas Satzke | 08.11.2016, 09:40 Uhr

Nach der Übernahme der Augenarztpraxis in der Rathausstraße haben viele Ganderkeseer die Hoffnung, dass es neue Patientenaufnahmen und einen behindertengerechten Umbau gibt. Ob das der Fall sein wird, ist bislang unbekannt.

Ganderkesee. Nachdem die Augenärztin Dr. Anne Schröder die Praxis von Dr. Franz Diekstall in der Rathausstraße übernommen hat (dk berichtete), haben nun viele Ganderkeseer die Hoffnung, dass neue Patienten aufgenommen werden. So auch eine Leserin, die mit ihrer Mutter im Rentenalter regelmäßig bis nach Hude fahren muss, da sie in der eigentlich fußläufig erreichbaren Praxis in Ganderkesee keinen Termin bekommt.

Nachfrage nach Umbau und Patientenaufnahme

In der Praxis, die die einzige Augenarztpraxis in Ganderkesee ist, sei Dr. Frank Diekstall nur noch als Vertretung tätig, wie Dr. Anne Schröder gegenüber dem dk bestätigte.

Aufgrund der Praxisübernahme wurde außerdem seitens des Vorsitzenden des VdK-Sozialverbands in Ganderkesee, Dieter Strodthoff, die Frage gestellt, ob die Praxisräume behindertengerecht umgerüstet werden. „Für viele unserer Mitglieder ist die Praxis nur schwer oder gar nicht zugänglich“, bemängelt Strodthoff und wünscht sich, dass diese Problematik gelöst wird. „Wir haben schließlich nur einen Augenarzt in Ganderkesee und wenn dieser dann auch noch für ältere Menschen schwer zu erreichen ist, halte ich das für problematisch“, so Strodthoff weiter. Er sei seit Bekanntwerden der Übernahme bereits mehrfach von Mitgliedern des VdK angesprochen worden, ob ein Umbau geplant sei. „Bekannt ist mir dazu allerdings nichts.“

„Unsere Gesellschaft wird nun mal immer älter, darauf müssen gerade Ärzte eingestellt sein“, meint Strodthoff. Zudem bemängelte er, dass die Vertretung des Arztes nicht vor Ort gewährleistet sei. „Beim letzten Mal war die Vertretung in Syke, das ist gerade für ältere Menschen viel zu weit weg.“

Kassenärztliche Vereinigung schreibt Umrüstung nicht vor

Wird eine Arztpraxis übernommen, ist eine behindertengerechte Umrüstung der Räumlichkeiten von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) nicht vorgeschrieben. „Zulassungsrechtlich spielt das keine Rolle für uns, auch weil wir das nicht beaufsichtigen können“, sagt Uwe Köster, stellvertretender Pressesprecher der KVN Hannover.

Dazu, ob neue Patienten aufgenommen werden und ob ein barrierefreier Umbau geplant ist, wollte sich Dr. Anne Schröder gegenüber dem dk nicht äußern. Bezüglich einer zusätzlichen Aufnahmekapazität machte sie aber wenig Hoffnung.