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GanterART feiert Ganderkeseer Kunstverein wirkt identitätsstiftend

Von A. Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 23.09.2016, 22:47 Uhr

Eher besinnlich denn euphorisch: So feierte das Publikum mit dem Gospelchor der St.-Andreas-Gemeinde aus Cloppenburg bei Starofit den zehnten Geburtstag GanterARTs.

Zwar blieben Karsten Klinkers Aufforderungen zum Tanz ebenso „ungehört“ wie jene, mitzusingen. Auch mochte sich das „afrikanische Feuer“, welches sich der Leiter des Gospelchors der St.-Andreas-Gemeinde aus Cloppenburg gewünscht hatte, nicht so recht im Publikum entfachen. Und doch zeigten sich die gut 150 Ganderkeseer, welche gekommen waren, um in einer Lagerhalle der Firma Starofit dem Konzert des Chors zu lauschen, durchaus angetan – auf ihre Art: höflich klatschend, zufrieden lächelnd.

GanterART hatte den Gospelchor zur Feier seines zehnten Geburtstags eingeladen, weil das Ensemble aus Cloppenburg für ähnliche Projekte stehe wie der Verein aus Ganderkesee, wie Eckhard Eichhorn, der Vereinsvorsitzende, eingangs erklärte. Er charakterisierte GanterART als „Kunstverein mit sozialen Verpflichtungen“, der Schwerpunkt liege auf der Inklusion.

GanterART wirkt identitätsstiftend

Ähnlich äußerte sich anschließend auch der Schriftführer des Vereins, der einstige regioVHS-Leiter Rolf Schütze. In einer kleinen Laudatio hob Schütze die Rolle des ehemaligen Ganderkeseer Bürgermeisters Gerold Sprung sowie jene des Galeristen Dirk Schulte Strathaus bei der Gründung des Vereins hervor. Längst wirke GanterART identitätsstiftend in Ganderkesee. Jene 75 Ganter-Skulpturen, die inzwischen dank des Vereins in der ganzen Welt kursierten, gereichten der Gemeinde als Sympathieträger. Nicht umsonst lese man in der Presse immer wieder wohlwollend von der „Gantergemeinde Ganderkesee“. Auch das sei ein Verdienst des Vereins, so Schütze.

Potpourri in plattdeutscher Sprache

Trotz der feierlichen Stimmung und trotz ansprechender musikalischer Darbietung benötigte der Gospelchor der St.-Andreas-Gemeinde im Anschluss an die Reden aber ein wenig Zeit, um das Publikum – wenn auch nur in Teilen – aus der Reserve zu locken. Immerhin: Zu „He‘s got the whole world in his hands“ klatschte das durch Karsten Klinker immer wieder angefeuerte Publikum ein wenig mit, um sich jedoch ausgerechnet zum „Halleluja“ wieder in vornehmer Zurückhaltung zu üben. Der Gospel-Chor verabschiedete sich dann am Ende mit einem kleinen Potpourri angemessen: in plattdeutscher Sprache.