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Gartenkultur Musikfestival 2016 Musik und Kunsthandwerk im Klosterbezirk Hude

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 03.08.2016, 10:35 Uhr

Im Klosterbezirk Hude werden am Sonntag, 14. August, 2000 Besucher erwartet. Sie können Kunsthandwerk und Jazz in historisch gewachsener Umgebung erleben.

Das Gartenkultur Musikfestival im Nordwesten hat am Sonntag, 14. August, eine Außenstelle in Hude im Landkreis Oldenburg. Im historischen Klosterbereich wird ein Markt mit hochkarätigem Kunsthandwerk aufgebaut. Den musikalischen Rahmen gestaltet die Formation Back to Jazz aus Bremen. Dazu gibt es Führungen durch das Klostermuseum, durch den Park der Familie von Witzleben und durch die Sankt-Elisabeth-Kirche. Der Kunsthandwerkermarkt mit Musik, Führungen und Kulinarischem beginnt um 11 Uhr und endet um 18 Uhr.

Festival-Beitrag gut vorbereitet

Gutsverwalterin Greta von Witzleben, Kirchenführerin Ursula Rienas, die Touristik-Palette Hude, Kunsthandwerkermarkt-Organisatorin Dietlinde Zacher und Klosterschänken-Wirt Jens Burgdorf haben den organisatorischen Rahmen des Festival-Beitrags weitgehend abgesteckt. An Details wie den genauen Terminen einiger Führungen wird aber noch bis zur letzten Minute gefeilt. Ein Beispiel, dass zu einer solchen Großveranstaltung Improvisation gehört, gibt Kirchenführerin Rienas: „Im letzten Jahr sind am Ende der Führungen durch Sankt Elisabeth so viele Neue zur Gruppe gestoßen, dass ich gleich wieder von vorne begonnen habe.“ Ähnlich, meint sie, wird es auch bei den Führungen durch das Klostermuseum sein, in dem Modelle die Informationen über das Kloster und seine Geschichte veranschaulichen, das Zisterzienser-Mönche 1233 aufgebaut haben.

Nachmittags swingender Jazz

Monika Kallisch, Martina Weisensee und Kerstin Sonka von der Touristik-Palette Hude freuen sich, dass mit Back to Jazz eine Band ab 14 Uhr Auftritte im Schatten der Klosterruine zugesagt hat, die schon viele Veranstaltungen im Nordwesten umrahmt, aber auch das Bundes-Jazz-Festival in Bonn nicht ausgelassen hat und vor vier Jahren beim Summerjazzfestival Pinneberg ausgezeichnet worden ist. Die Touristik-Palette kündigt „Klangfarben der Jazzgeschichte“ an: swingende Standards, Bossa Nova und jazzig bearbeitete Pop-Songs.

Breites Spektrum kreativen Schaffens

„Für den Kunsthandwerkermarkt nutzen wir den Freiraum entlang der Von-Witzleben-Allee bis zur Kreativwerkstatt der regioVHS in der alten Schule und jeden freien Quadratmeter der Gebäude im Klosterbezirk“, kündigen Organisatorin Zacher und Wirt Burgdorf an. „Auch die Skulpturenscheune des Bildhauers Wolf E. Schultz wird geöffnet sein“, ergänzt Burgdorf. Und die Dozenten der regio-Vhs zeigen im Kreativzentrum und rundherum ihre Metiers.

Bronzeguss anfertigen

Ausgefallenes und seltenes Kunsthandwerk zeichnen den Markt aus. Mit dabei sind Kettensägeschnitzkunst, Skulpturen aus Bronze, Ton, rohem Eisen und Holz, sprühende Steinfische, Objekte aus Weidenflechtwerk, fein gestaltete Jugend- und Kinderbücher, Cajons, außergewöhnliche Floristik, pfiffige Mode und Schmuck, Seifen, Düfte und vieles mehr. „Zugunsten der Musik wird der Schmied nicht den Hammer aufs heiße Eisen fallen lassen. Stattdessen können Kinder und Erwachsene bei ihm den Bronzeguss ausprobieren“, kündigt Zacher an. Wer Schäden am edlen Teppich per Foto dokumentiert hat, kann sich beim Antik-Teppichrestaurator beraten lassen. „Er und seine Vorfahren sind seit 150 Jahren in dieser Kunst bewandert“, berichtet Zacher. Es gibt zahlreiche weitere Kunsthandwerk-Vorführungen.

Parktore öffnen sich

Greta von Witzleben und Philipp Verpoorten, Autoren einer Master-Arbeit über den Park von Witzleben, öffnen das Tor zum Park für Führungen um 13 Uhr, um 15 Uhr und um 17 Uhr. „Es gibt jeweils zwei Führungen parallel“, kündigt von Witzleben an – eine Reaktion auf den riesigen Andrang auf das einmalige Angebot im vergangenen Jahr.

Kulinarische Vielfalt

Kulinarisch ist die Klosterschänke auf zwei Beine gestellt. Im Bereich zwischen der Schänke und dem Museum gibt es kleine Köstlichkeiten bis hin zum Fisch frisch aus dem Smooker. Wer zum Speisen länger verweilen will, ist in der Klosterschänke und im Biergarten davor willkommen.